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Herma verzeichnet Umsatzsteigerung von 15,8 Prozent im Jahr 2010

Krise überwunden ­– Steigerung von 4% für 2011 geplant

Zufrieden, aber nicht euphorisch: „Wir stehen jetzt da, wo wir 2007 geplant hatten, ohne Krise 2010 zu sein" - die HERMA Geschäftsführer Sven Schneller (links) und Dr. Thomas Baumgärtner.

Die Herma-Gruppe (Filderstadt) konnte im Jahr 2010 einen Umsatz von 229,1 Mio. Euro verbuchen. Im Vorjahr erwirtschaftete das Unternehmen 197,8 Mio. Euro. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 15,8 Prozent. Alle drei Geschäftsbereiche Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen konnten zu dem Wachstum beitragen.

„Gemessen am Niveau von 2007 (206,9 Mio. Euro) entspricht das allerdings lediglich einem Wachstum von etwa 4% pro Jahr", relativieren die Herma-Geschäftsführer Sven Schneller und Dr. Thomas Baumgärtner den Zuwachs. Herma verzeichnete die letzten zwei Geschäftsjahre Umsatzrückgänge aufgrund der weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise.
Der Geschäftsbereich Haftmaterial wuchs von 103,8 Mio. Euro auf 123,6 Mio. Euro. Das bedeutet ein Plus von 19,1 %. Erstmals nutzte Herma 2010 die Möglichkeiten seines neuen Beschichtungswerks, um verschiedene Klebstoffschichten gleichzeitig aufzutragen. Die Einführung dieser Mehrschicht-Produkte stieß laut Unternehmen auf großes Marktinteresse.
Mit einem Wachstum von über 8% auf jetzt 75 Mio. Euro (im Vorjahr: 69,1 Mio. Euro) konnte der Geschäftsbereich Etiketten zulegen. Die Entwicklung in den einzelnen Segmenten und Regionen fiel jedoch unterschiedlich aus: Das zyklische Geschäft mit Industrieetiketten zog am spürbarsten in der Chemieindustrie und in der Logistikbranche an. Im Geschäft mit A4-Etiketten für Büro- und HomeOffice-Anwendungen geht in Deutschland  der Trend zu Handelsmarken und No-Name-Produkten.
Von allen Geschäftsbereichen wiesen Etikettiermaschinen 2010 mit einem Plus von 22,7 % die höchste Zuwachsrate aus. Ein Umsatz von jetzt 30,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 24,9) liegt über dem bisherigen Höchststand von 27,8 Mio. Euro im Jahr 2008. Als Gründe für das Wachstum nannte die Geschäftsführung die Konzentration auf Standard-Produkte und die Gewinnung weiterer Kunden wie zum Beispiel in der Maschinenbaubranche.
Für das laufenden Jahr erwartet die Geschäftsführung ein Umsatzplus von vier Prozent.
2010 beschäftigte die Unternehmensgruppe, zu der auch Tochtergesellschaften in Frankreich, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden gehören, insgesamt 799 Mitarbeiter. Die Exportquote erhöhte sich von 53,0 auf 53,7 %.

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