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Heute zentrale Kundgebung der Drucker- und Journalisten-Gewerkschaften

Arbeitgeberverband verurteilt Streikaktivitäten und Informationspolitik von Verdi

Während die Gewerkschaften heute demonstrieren, verurteilt der BVDM die Streikaktivitäten "aufs schärfste".

Für ihre zentrale Kundgebung heute auf dem Römerberg in Frankfurt/Main rechnen die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband mit mehreren tausend Journalisten, Druckern und Verlagsangestellten der Printmedien.

Ab 12 Uhr will man „gegen den Verlegersparwahn und für faire Tarifverträge“ – so die Gewerkschaften – demonstrieren. Sowohl bei den Beschäftigten der Druckindustrie wie auch für die Redakteure an Tageszeitungen haben die jeweiligen Tarifgespräche – trotz mehrerer Treffen – bislang keine wesentliche Annäherung der Standpunkte von Arbeitgebern und Gewerkschaften gebracht.

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) verurteilte unterdessen in einer Stellungnahme die Streikaktivitäten der Gewerkschaft Verdi und deren Informationspolitik im Tarifkonflikt der Druckindustrie „aufs schärfste“. Die Arbeitsniederlegungen würden der „ohnehin geschwächten Druckindustrie sehr schaden“. BVDM-Hauptgeschäftsführer Dr. Paul Albert Deimel sieht Aufträge und die Arbeitsplätze in den Betrieben gefährdet. Seit dem Ablauf der Friedenspflicht am 30. April dieses Jahres bis heute gab es nach Angaben des BVDM mehr als 170 Streiks in Druckbetrieben.

Der BVDM kritisiert vor allem die Informationspolitik der Gewerkschaft. Verdi schüre den Eindruck, dass die Arbeitgeber den Manteltarifvertrag der Druckindustrie abschaffen und zurück zu gesetzlichen Standards wollen. Dies sei nicht der Fall. Nach dem Willen der Arbeitgeber sollen die Betriebe gemeinsam mit dem Betriebsrat die Dauer der Arbeitszeit, bis maximal 40 Stunden, festlegen können. Betriebs­bedingte Kündigungen könnten dabei ausgeschlossen werden. Ausgeblendet werde von Verdi auch, dass die Druckindustrie bereits jetzt Spitzenlöhne zahle – bei einer 35-Stunden-Woche.

Die Tarifverhandlungen in der Druckindustrie werden am 16. Juni in Frankfurt am Main fortgesetzt.

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