Weiterempfehlen Drucken

Hewlett-Packard kündigt den Abbau von 27.000 Stellen an

Bis zu 3,5 Mrd. US-Dollar (2,78 Mrd. Euro) sollen bis 2014 jährlich eingespart werden
 

HP hat angekündigt, 27.000 Stellen zu streichen. Dieser Abbau ist laut Konzernchefin Meg Whitman nicht einfach, aber "absolut notwendig".

Nachdem bereits seit Tagen die Gerüchte um einen Stellenabbau bei Hewlett-Packard kursieren, hat der US-amerikanische Konzern seine Restrukturierungspläne nun offiziell bestätigt: Aufgrund der aktuellen Umsatzeinbußen sollen insgesamt 27.000 Arbeitsplätze gestrichen werden –  rund 8 Prozent der Belegschaft. Damit erhofft sich HP, bis zum Fiskaljahr 2014 zwischen 3 und 3,5 Mrd US-Dollar (umgerechnet 2,38 bis 2,78 Mrd. Euro) einsparen zu können. Inwieweit die für die Druckindustrie relevanten Geschäftsbereiche von den Plänen betroffen sind, ist bisher nicht bekannt.

Konzernchefin Meg Whitman, die im September 2011 die Führung des weltgrößten PC-Herstellers von Leo Apotheker übernommen hatte, rechtfertigte die Maßnahme als "absolut notwendig". Nach Berichten der Nachrichtenagentur Reuters ist der Umsatz von Hewlett-Packard im zweiten Geschäftsquartal von Februar bis April um 3 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zurückgegangen, der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar ab. Im vorangegangenen Weihnachtsquartal sei der Rückgang noch drastischer ausgefallen.

Kerngeschäft schwächelt

Der kalifornische Konzern leide vor allem in seinem Kerngeschäft, den PCs, unter der Konkurrenz durch Tablet-Computer und Smartphones. Der Versuch, im Tablet-Geschäft mit dem Touchpad selbst Fuß zu fassen, scheiterte und auch der Abstand zum größten Konkurrenten, dem chinesischen Lenovo-Konzern, werde kleiner – laut der Gesellschaft IDC halte HP die Marktführerschaft derzeit noch mit einem Anteil von 18 Prozent, Lenovo liege nach einem Umsatzwachstum inzwischen bei 13,4 Prozent.

Einsparungen sollen Innovationskraft fördern

Durch das Restrukturierungsprogramm und den Stellenabbau rechnet der Konzern bis zum Fiskaljahr 2014 mit Einsparungen von jährlich umgerechnet 2,38 bis 2,78 Mrd. Euro. Diese sollen nach Aussage von HP direkt wieder in das Unternehmen fließen und "die Innovationskraft stärken", besonders in den Bereichen Cloud, große Datenmengen und Sicherheit. Aber auch andere Segmenten mit Wachstumspotenzial sollen gestärkt werden. Inwieweit die für die Druckindustrie relevanten Geschäftsbereiche von den Plänen betroffen sind und ob auch in Deutschland Mitarbeiter gehen müssen, ist bisher nicht bekannt. Von Seiten HPs heißt es bisher nur, dass der Stellenabbau von Land zu variieren werde.

Um den Stellenabbau voranzutreiben, bietet HP ein Frührentenprogramm an, sodass ein großer Teil der Streichungen über Mitarbeiter realisiert werden könne, die ohnehin kurz vor ihrem Renteneintritt stehen.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Mediengruppe DuMont beteiligt sich an der Censhare AG

Weiterer Schritt zum Ausbau des Digitalgeschäfts

Nach Informationen des Online-Branchendiensts Meedia beteiligt sich die DuMont Mediengruppe im Rahmen ihrer Konsolidierung mit 36,5 Prozent strategisch an der Münchner Censhare AG und baut damit ihr Digitalgeschäft weiter aus. Die Gründer und Mitarbeiter von Censhare bleiben weiterhin mehrheitsbeteiligt. Censhare ist spezialisiert auf Cloud-Lösungen für Marketing und Kommunikation – auf der Basis von Enterprise-Content-Management-Systemen wird eine Digital Experience Platform (für mehrsprachige Kundenerlebnisse über alle Medienkanäle hinweg) geschaffen, auf der Daten und Informationen ohne Medien- und Prozessbrüche in Beziehung gesetzt werden können.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Welches Trocknungsverfahren setzen Sie ein?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...