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Hönle: Umsätze im Druckbereich gesunken, Gesamtumsatz steigt um 6,2 Prozent

Vorläufige Zahlen für 2011/12 veröffentlicht
 

Die Hönle-Gruppe erzielt einen Großteil ihrer Umsätze außerhalb der Druckindustrie.

Die Umsätze des Technologieunternehmens Hönle im Druckbereich lagen aufgrund der Insolvenz des Druckmaschinenherstellers Manroland und der Kaufzurückhaltung im Vorfeld der Drupa unter den Vorjahreswerten. Dies geht aus den vorläufigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 hervor. Den Angaben zufolge steigerten die Münchner ihren Gesamtumsatz jedoch um 6,2 Prozent auf 72,1 Mio. Euro. Dies ist laut Hönle vor allem auf die erstmalige Konsolidierung der Raesch Quarz, Langewiesen und der Raesch Quarz (Malta) Ltd., zurückzuführen.

Aufgrund von Abschreibungen auf Forderungen an die Insolvente Manroland sind die Gewinne des Unternehmens aber gesunken. Operativ meldet Hönle einen Überschuss von 8,3 Mio. Euro nach zuvor 11,3 Mio. Euro. Unter dem Strich geht der Gewinn von 7,5 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro zurück.

Im Zuge der Übernahme des Quarzglasspezialisten Raesch erfolgte eine Neugliederung der Geschäftssegmente der Hönle-Gruppe in die Bereiche "Geräte und Anlagen", "Klebstoffe" und "Glas und Strahler". Die Hönle-Gruppe erzielte im Segment "Geräte und Anlagen" einen Umsatz von 38,3 Mio. EUR (Vj. 42,3 Mio. EUR), im Segment "Klebstoffe" von 15,7 Mio. EUR (Vj. 17,7 Mio. EUR) und im Segment "Glas und Strahler" von 18,1 Mio. EUR (Vj. 7,9 Mio. EUR).

 
 Für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 peilt Hönle nach eigenen Angaben einen Umsatz von 85 Mio. Euro an, während der operative Gewinn auf 12 Mio. Euro klettern soll. In den nächsten drei Jahren will man den Umsatz auf mehr als 100 Millionen Euro ausbauen. „Neben dem rein organischen Wachstum wird dabei auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein“, so Hönle.

Hönle hat sich laut eigener Aussage in den letzten Jahren von einem Anlagenhersteller mit dem Schwerpunkt Druckindustrie konsequent zu einer Unternehmensgruppe weiterentwickelt, welche einen Großteil ihrer Umsätze außerhalb der Druckindustrie erzielt. Die Segmente "Klebstoffe" und "Glas und Strahler" bieten in interessanten Märkten viel Wachstumspotenzial.

Die Hönle-Gruppe zählt mit ihren rund 500 Mitarbeitern zu den Anbietern im Bereich UV-Technologie. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Weiterer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit sind Klebstoffe und Vergussmassen für industrielle Anwendungen. Darüber hinaus produziert die Unternehmensgruppe UV-Strahler unter anderem für die Wasserentkeimung und stellt Rohre und Halbfabrikate aus Quarzglas her, welche in unterschiedlichen Industriezweigen zum Einsatz kommen. Die Hönle Gruppe ist weltweit an rund 50 Standorten in über 20 Ländern mit eigenen Gesellschaften und Vertriebspartnern vertreten.

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