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Holtzbrinck-Verlag darf "Berliner Zeitung" nicht übernehmen

Bundeskartellamt stoppt Einstieg

Das Bundeskartellamt hat dem Stuttgarter Holtzbrinck-Verlag die Übernahme der Berliner Zeitungsaktivitäten von Gruner+Jahr untersagt. Holtzbrinck bekräftigte, möglicherweise rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einzuleiten.
Durch die Übernahme der "Berliner Zeitung" und anderen kleineren Blättern von der Bertelsmann-Tochter hätte Holtzbrinck auf dem Zeitungsmarkt der Hauptstadt eine beherrschende Stellung erlagt, begründete die Bonner Behörde am Donnerstag ihre Entscheidung. Holtzbrinck hatte nach einer Abmahnung des Kartellamts angeboten, die Stadtillustrierte "Zitty" und auch den "tip" zu verkaufen, der wie die "Berliner Zeitung" zum Berliner Verlag gehört. Nach Angaben des Kartellamtschefs Ulf Böge wäre damit jedoch das wettbewerbsrechtliche Problem auf dem Lesermarkt für regionale Abonnement-Tageszeitungen in Berlin nicht gelöst worden. Holtzbrinck-Sprecher Rolf Aschermann sagte, der Verlag prüfe rechtliche Schritte gegen die Entscheidung. "Wir betrachten das Verfahren nicht als abgeschlossen ... und behalten uns alle zur Verfügung stehenden Mittel offen." In der Vergangenheit hatte Holtzbrinck auch einen Antrag auf eine Ministererlaubnis nicht ausgeschlossen, bei dem ein vom Bundeskartellamt verbotenes Fusionsvorhaben vom Bundeswirtschaftsminister genehmigt werden kann.

Holtzbrinck http://www.holtzbrinck.de

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