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Holtzbrinck darf »Berliner Zeitung« erstmal nicht übernehmen

Entscheidung erst Mitte November

Das Bundeskartellamt hat dem Holtzbrinck-Verlag bis zum 4. Dezember Zeit gegeben, mit neuen Vorschlägen die Bedenken der Behörde gegen eine Übernahme der »Berliner Zeitung« auszuräumen.
Aus heutiger Sicht würde Holtzbrinck auf dem Berliner Markt für Tageszeitungen eine beherrschende Stellung einnehmen, sagte Kartellamtschef Ulf Böge am Freitag in Bonn. Deshalb sei das Vorhaben ohne weitere Zugeständnisse nicht genehmigungsfähig. Der Großverlag aus Stuttgart, der in Berlin bereits den »Tagesspiegel« herausgibt, würde mit der »Berliner Zeitung« seinen Marktanteil auf mehr als 60 Prozent vergrößern, sagte Böge. Der konkurrierende Axel-Springer-Verlag mit der »Berliner Morgenpost« komme auf knapp ein Drittel des Marktes in Berlin.
Holtzbrinck hatte am Donnerstag den Eingang der Abmahnung vom Kartellamt bestätigt, aber keine weiteren Kommentare abgegeben. Das Fusionsvorhaben war schon zuvor als problematisch bezeichnet und das Prüfverfahren beim Kartellamt bis zum 15. Dezember verlängert worden.

Holtzbrinck http://www.holtzbrinck.de

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