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Holtzbrinck erwartet hohen operativen Gewinn

Trennung von Bildungsverlagen geplant

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck erwartet im laufenden Jahr trotz der Krise auf dem Werbemarkt im operativen Geschäft einen hohen zweistelligen Millionen-Gewinn. Zudem kündigte der Stuttgarter Konzern am gestrigen Montag die Trennung von seinen deutschsprachigen Bildungs- und Wissenschaftsverlagen an.
Der Geschäftsverlauf der Auslandsverlage unter anderem in den USA und Großbritannien habe den Rückgang auf dem deutschen Anzeigenmarkt wettgemacht, begründete der Verlag, der unter anderem das »Handelsblatt« und die »Wirtschaftswoche« verlegt, seine Gewinnprognose. Der Umsatz werde voraussichtlich leicht auf 2,2 Milliarden Euro von 2.365 Milliarden im Vorjahr zurückgehen. Rund 45 Prozent des Umsatzes erwirtschafte Holtzbrinck mittlerweile im Ausland. Holtzbrinck erwartet hohe Gewinne
Die Regionalzeitungen verbuchten im laufenden Jahr »zufriedenstellende« Ergebnisse, hieß es weiter. Auch die Verlagsgruppe Handelsblatt werde nach «schmerzlichen» Kostensenkungen im kommenden Jahr wieder ein «deutlich positives» Ergebnis verbuchen.
Stärken will Holtzbrinck vor allem das Zeitungsgeschäft und die Auslandsaktivitäten. Daher kündigte die Verlagsgruppe die Trennung von den Verlagen Bildungshaus, Urban & Fischer und Spektrum Akademischer Verlag (SAV) an, die zusammen ein Umsatzvolumen von gut 150 Millionen Euro haben. Das Bildungshaus werde rückwirkend zum Ende Oktober an die Westermann-Schulbuchgruppe übertragen. Über den Verkauf von Urban & Fischer und SAV würden bereits Gespräche geführt.
Getreu der Strategie, das Zeitungsgeschäft auszubauen, hat Holtzbrinck für den Süddeutschen Verlag (»Süddeutsche Zeitung«), der wegen der Anzeigenkrise im laufenden Jahr Verluste erwartet, ein Angebot für einen Einstieg als Gesellschafter abgegeben. Mit dem zum Bertelsmann-Konzern gehörenden Verlag Gruner + Jahr hat Holtzbrinck zudem den Kauf der »Berliner Zeitung« vereinbart, dem das Kartellamt aber noch zustimmen muss. Mit dem »Tagesspiegel« besitzt Holtzbrinck bereits eine große Berliner Tageszeitung, weshalb eine Genehmigung nicht sicher ist. Die Prüfungsfrist für den Kauf hat das Bundeskartellamt bis Mitte Dezember verlängert.
Den Anteil am Nachrichtensender »n-tv« und das Radiogeschäft will Holtzbrinck dagegen für 170 Millionen Euro an den TV-Konzern RTL Group verkaufen. Auch hier steht die Genehmigung durch die Kartellbehörden noch aus.

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck http://www.holtzbrinck.com

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