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Holtzbrinck soll Käufer für

Berliner Zeitungsmarkt

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Holtzbrinck-Verlag im Zusammenhang mit der angestrebten Übernahme der "Berliner Zeitung" aufgefordert, sich um einen Käufer für die eigene Zeitung "Tagesspiegel" zu bemühen. "Holtzbrinck hat dieser außergewöhnlichen und schwierigen Entscheidung zugestimmt", teilte die Verlagsgruppe am Montag mit. Eine Bank werde in den nächsten sechs Wochen prüfen, ob es einen Interessenten für den "Tagesspiegel" gebe. Eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) bestätigte die Forderung. Der konkurrierende Axel Springer Verlag gab sich skeptisch: "Wir werden sehr genau darauf achten, des es sich nicht nur um eine Scheinauflage handelt". Holtzbrinck will die "Berliner Zeitung" von der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr übernehmen, betreibt in Berlin aber bereits den "Tagesspiegel". Das Bundeskartellamt und die Monopolkommission hatten den Zukauf aus Wettbewerbsgründen abgelehnt. Der Holtzbrinck-Verlag wandte sich daraufhin an den Wirtschaftsminister, der mit einer Sondererlaubnis die Behörden überstimmen kann. Eine endgültige Entscheidung soll Ende Juni fallen.

Holtzbrinck http://www.holtzbrinck.de

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