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Hybrid Software expandiert nach Europa

US-Spezialist für „produktgesteuerte Betriebssoftware“ gründet Tochtergesellschaft

Hybrid Software ist mit seinen produktgesteuerten Integrationslösungen ab sofort auch in Europa präsent. Im September soll auch in Deutschland ein Büro eröffnet werden.

Mit der Gründung der europäischen Tochtergesellschaft Hybrid Software NV mit Sitz in Kortrijk (Belgien) treibt der erst 2007 gegründete Integrationsspezialist Hybrid Software USA (Yardley) seine weltweite Expansionsstrategie voran.

Geleitet wird das neue Unternehmen, das auch für die Regionen Osteuropa und Lateinamerika verantwortlich ist, von Jan Ruysschaert – aufgrund seiner früheren führenden Positionen bei Artwork Systems und Esko Artwork bestens in der Druckmedien-Branche bekannt.

Mit dem Konzept „Order Lifecycle Management“ (OLM) vertritt Hybrid Software einen ungewöhnlichen Integrationsansatz. Druckereien hätten damit erstmals die Möglichkeit, in diesem Bereich von geringen Gesamtbesitzkosten zu profitieren, so Ruysschaert, indem man Integration als ein Produkt betrachtet. Aus ihrer Entwicklung heraus hätten Druckunternehmen meist zwangsläufig einen Mix aus verschiedenen Druckvorstufensystemen und Workflows sowie Planungs-, Buchhaltungs-, Verwaltungssoftware und Datenbanken im Einsatz, die nur ineffizient miteinander kommunizieren. Zudem sei JDF mit vielen älteren Systemen nicht kompatibel und traditionelle Integrationsverfahren seien für viele Druckereien auch zu teuer und zu langwierig in der Umsetzung.
Die Produkte von Hybrid Software hingegen würden den vorhandenen Produktionssystemen einer Druckerei einen hohen Grad an Prozessautomatisierung verschaffen. Insofern habe sich Hybrid im Laufe der Jahre von einem Integrator zu einem kundenspezifischen Softwareentwickler und schließlich zu einer Firma für produktgesteuerte Unternehmenssoftware gewandelt. Integriert werden könnten alle Systeme, solange sie mit Standard-Datenbankplattformen arbeiten.

Alle Produkte von Hybrid Software arbeiten mit Webbrowser-Technologie und bieten nach eigenen Aussagen anbieterunabhängige Lösungen auf der Basis von Industriestandards wie JDF/JMF und SQL. Die Produkte lassen sich in drei Hauptkategorien einteilen:

  • Das Web-to-Print-Portal Frontdesk, eine Schnittstelle zwischen dem Kunden und der Druckerei.
  • Die Automatisierungslösung Facelift, die die nahtlose Integration zwischen Produktionsworkflows, MIS/ERP-Systemen, Webseiten von Dritten, externen Datenbanken und anderen Quellen mit digital vorgehaltenen Informationen erlaubt.
  • Die Software Fileforce, die mehrere Produktions- oder Druckstandorte einer Unternehmenumgebung miteinander verbindet, sodass der Anwender von den Effizienzen profitieren kann, die durch den Lastausgleich und den Dateiaustausch zwischen Standorten erreicht werden.

Hybrid Softwares Kundenkreis reicht von mittelgroßen Unternehmen bis hin zu großen Druckkonzernen, die mehrere Standorte betreiben. Derzeit betreut das Unternehmen nach eigenen Aussagen 150 Kunden in ganz Nordamerika. Im September eröffnet Hybrid ein Büro in Deutschland und rechnet damit, bis Dezember in Europa sieben Mitarbeiter zu beschäftigen.

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