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IBM: Der Bereich Drucksysteme wird an Ricoh verkauft

Joint Venture soll zu einer hundertprozentigen Tochter von Ricoh werden

IBM und Ricoh haben die Gründung eines Joint Ventures auf der Basis der IBM Printing Systems Division bekannt gegeben. Ricoh als global operierendes Unternehmen im Bereich digitaler Bürolösungen verstärkt damit sein Portfolio mit Lösungen für den Produktionsdruck.
Als Bestandteil des Vertrags zwischen IBM und Ricoh soll Ricoh bei Abschluss zunächst 51 % der Info-Print Solutions Company und im Laufe der nächsten drei Jahre schrittweise die verbleibenden 49 % übernehmen, so dass das Joint Venture zu einer hundertprozentigen Tochter von Ricoh wird.
Als Gegenleistung erhält IBM 725 Mio. US-$ in bar bei Vertragsabschluss. Darin enthalten ist eine Verwaltungsgebühr von 35 Mio. $. Dieser Barbetrag stellt sowohl den Gegenwert für die Übernahme der anfänglichen 51 % in das Joint Venture durch Ricoh dar als auch die Anzahlung für die verbleibenden, noch zu erwerbenden 49 % sowie für Lizenzgebühren und Services, die von IBM an die Info-Print Solutions Services Company bereitgestellt werden. Die Abschlusszahlung bei dieser Transaktion wird am Ende der dreijährigen Laufzeit auf der Basis von Gewinn- und Verlustbeteiligung der Partner festgelegt.
Die erste Transaktion soll im zweiten Quartal 2007 abgeschlossen werden.
IBM und Ricoh sind bereits seit 20 Jahren strategische Partner und haben eine Reihe von Entwiklungen gemeinsam erarbeitet. »So stellt diese Vereinbarung eine logische Konsequenz dar«, wie Samuel J. Palmisano, IBM Chairman, President & CEO, den Schritt kommentiert. Durch den Transfer der IBM Printing Systems Division an Ricoh sei IBM laut Palmisano in der Lage, sich noch intensiver auf ihre strategischen Geschäftsfelder und die Kunden in diesen Bereichen zu konzentrieren.« Masamitsu Sakurai, President und CEO Ricoh, will »die nötigen Ressourcen investieren, um Info-Print Solutions Company zu einem Kerngeschäft werden zu lassen.«
Abhängig von den Genehmigungsverfahren und erforderlichen nationalen Informations- und Beratungsprozessen wird die Info-Print Solutions Company ihre Tätigkeit voraussichtlich mit 1 200 Mitarbeitern aufnehmen. IBM wird weiterhin Wartungsservices für Kunden der Info-Print Solutions Company, die über eine Servicevereinbarung verfügen, bereitstellen. Es ist geplant, dass im Laufe der Zeit und wieder in Abhängigkeit von den Genehmigungsverfahren und erforderlichen nationalen Informations- und Beratungsprozessen mehr als 1 000 IBM-Servicespezialisten für Druckerwartung in das neue Unternehmen aufgenommen werden.

IBM Deutschland GmbH http://www.ibm.com

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