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IG Metall: Manroland-Standort Offenbach bleibt erhalten

Unternehmenssprecher bestätigt, dass weder Schließung noch Verlagerung geplant ist

Neues von den offiziell noch immer unbestätigten Verhandlungen zwischen der Heidelberger Druckmaschinen AG und der Manroland AG: Werner Dreibus, Erster Bevollmächtiger der IG Metall, sagte vor mehreren hundert Mitarbeitern im Offenbacher Manroland-Werk, der Unternehmensvorstand habe am Dienstag bei der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung in München versichert, dass keine Schließung des Offenbacher Werks im Gespräch sei. Ebenso wenig solle die Bogenmaschinensparte verlagert werden. Auf Anfrage bestätigte Unternehmenssprecher Thomas Hauser gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) diese Angaben.
Manroland ist mit zirka 2.500 Beschäftigten Offenbachs größter privater Arbeitgeber. Oberbürgermeister Horst Schneider sagte auf FAZ-Anfrage, auch wenn eine Schließung des Offenbacher Werks, wie ihm Manroland-Vorstandsvorsitzender Gerd Finkbeiner versichert habe, nicht zum Szenario gehöre, bleibe die Frage, wie viele Arbeitsplätze hier erhalten werden könnten. Dreibus, der dem Aufsichtsrat von Manroland ebenso wie die Betriebsratsvorsitzende Alexandra Roßel angehört, sagte weiter, die Arbeitnehmervertreter hätten dem Vorstand einen Forderungskatalog für die Fusionsverhandlungen übergeben.
Die FAZ schreibt, dass »nach Ansicht der Gewerkschaft ist eine Neuordnung der Branche unausweichlich« sei, da der Druckmaschinenmarkt weltweit schrumpfe. Eine Fusion zwischen den Produzenten in Heidelberg und Offenbach wäre aus Sicht der IG Metall sinnvoll, falls es sich nicht um eine Übernahme handele, sondern ein »Zusammengehen auf Augenhöhe« erfolge.
Roßel habe ebenso wie Dreibus deutlich gemacht, dass ein weiterer massiver Stellenverlust nicht hingenommen werde. Eine Verringerung auf etwa 1.000 Stellen sei inakzeptabel. Laut Roßel wollen Betriebsrat und Gewerkschaft so lange nicht über die Streichung von weiteren 450 Stellen mit dem Vorstand verhandeln, solange die Zukunft des Offenbacher Werks nicht gesichert sei. Seit dem vergangenen Oktober gilt dort für rund 1.400 Mitarbeiter Kurzarbeit.

Manroland AG http://www.manroland.com

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