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IPR: Recyclingpapier entwickelt sich zum Trendsetter

Symbol für ressourceneffizientes und klimaschonendes Handeln
 

Dietmar Horn, Ministerialdirektor im BMUB, Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA, Olaf Tschimpke, Präsident des Nabu und IPR-Sprecher Ulrich Feuersinger (v.l.n.r.) bei der Vorstellung des Recyclingpapier-Reports in Berlin. (Foto: Florian von Ploetz)

"In der Wahrnehmung von Recyclingpapier hat sich in den vergangenen Jahren ein Bewusstseins- und Imagewandel vollzogen, der eine steigende Nutzung des Papiers mit dem bekanntesten deutschen Umweltzeichen, dem Blauen Engel, bewirkt hat." Diese Zwischenbilanz zogen die Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), das Bundesumweltministerium (BMUB), das Umweltbundesamt (UBA) und Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband Nabu anlässlich der Vorstellung des ersten Recyclingpapier-Reports. 

Recyclingpapier habe sich damit aus der einstigen Nische herausbewegt und sei für eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen und Behörden zu einem sichtbaren Symbol für ressourceneffizientes und klimaschonendes Handeln geworden, heißt es weiter. „Die ökologischen Vorteile werden klar erkannt und die Akzeptanz konnte spürbar verbessert werden. Recyclingpapier ist heute ein positiver Imageträger für alle Organisationen, die sich am Leitbild der Nachhaltigkeit orientieren“, so Ulrich Feuersinger, Sprecher der IPR.

Im Jahr 2000 sei die Nutzung von Recyclingpapier laut IPR noch rückläufig und in der Wirtschaft besonders schwach ausgeprägt gewesen. Mittlerweile bestätige sich auch hier ein neuer Trend, wie 70 CEOs bekannter Unternehmen im Rahmen der IPR-Kampagne „CEOs pro Recyclingpapier“ zeigen, die sich persönlich mit konkreten Zielen für Recyclingpapier engagieren und an die Spitze einer deutschlandweiten Bewegung stellen.

„Recyclingpapier ist ein Paradebeispiel für höchste Ressourcen- und Energieproduktivität und weist als bewährtes Kreislaufprodukt einen einfachen sowie zügig umsetzbaren Weg in eine ressourceneffiziente Wirtschaft und Verwaltung. Das Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit der Bundesregierung fordert daher die Bundesbehörden dazu auf, mindestens 90 Prozent Recyclingpapier einzusetzen“, unterstreicht Dietmar Horn, Ministerialdirektor im BMUB. Rund 40 Prozent der Bundesbehörden hätten dieses Ziel bereits erreicht und machten dies öffentlich transparent.

Vorbildhaft seien bereits Deutschlands Kommunen. Dies zeige das hohe Engagement der Städte beim jährlich herausgegebenen „Papieratlas“. So verwendeten allein neun von zehn deutsche Großstädte durchschnittlich bereits über 80 Prozent Recyclingpapier mit seit Jahren kontinuierlich steigenden Quoten.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, sagte: „Moderne Recyclingpapiere sind nicht nur gut für die Umwelt, sie haben auch eine exzellente grafische Qualität für alle Belange. Die Vorurteile gehören schon seit langem der Vergangenheit an. Dies betrifft auch das Thema Archivierbarkeit: Papiere mit dem Blauen Engel haben eine Lebensdauer, die höchsten Ansprüchen gerecht wird und deutlich über die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen hinausgeht“.

Olaf Tschimpke, Präsident des Nabu Deutschland, fordert daher, dass „nicht nur über Nachhaltigkeit geredet werden darf, sondern auch am Schreibtisch umgesetzt wird. Es gibt keinen Grund, Recyclingpapier nicht zu verwenden, man muss es einfach nur tun“. In diesem Zusammenhang appellieren BMUB, UBA, Nabu und IPR an Unternehmen und Behörden, ökologische Einsparpotenziale mit Blauer-Engel-Papieren zukünftig noch viel konsequenter zu nutzen. Es komme jetzt darauf an, dass gestiegene Wissen um die Vorteile von Recyclingpapier in entsprechendes Handeln zu transferieren. 

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