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Infowerk hat Insolvenz angemeldet

Betrieb wird aktuell fortgeführt

Die Infowerk GmbH mit Sitz in Nürnberg hat am 30. Oktober beim Amtsgericht Nürnberg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Volker Böhm von Schultze & Braun. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens werde trotz Antragstellung ohne Einschränkungen fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der rund 110 Mitarbeiter seien durch das Insolvenzgeld vorerst abgesichert.

Als Insolvenzursache nannte das Unternehmen einen überraschend hohen Umsatzrückgang bei einem Schlüsselkunden. Die von Infowerk bereits im vergangenen Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen hätten den Umsatzrückgang nicht schnell genug ausgleichen können, da viele Maßnahmen ihre Wirkung erst mittelfristig voll entfalten würden.

Vorrangiges Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters und der Geschäftsleitung sei es nun, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Derzeit verschaffe sich Böhm ein Bild von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und werde Sanierungsoptionen prüfen. Er sehe allerdings gute Chancen, das Unternehmen zu erhalten: „Infowerk hat frühzeitig begonnen, auf die sich verändernden Marktbedingungen zu reagieren. Mit den drei sich ergänzenden Geschäftsbereichen hat das Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal am Markt.“ Die Tochtergesellschaften Printeria, Softimpress, Sales & Sports Promotion sowie das 2011 zugekaufte Unternehmen Digitaldruck Klutzeweit in Nürnberg sind von der Insolvenz nicht betroffen.

Die Infowerk GmbH hat sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Werbung, Software und Digitaldruck spezialisiert. Im Zusammenspiel dieser Bereiche erstellt Infowerk kundenspezifische Lösungen für Unternehmen und Endverbraucher, beispielsweise Fotobücher, Galeriekeilrahmen oder Geschäftsdrucksachen sowie individuelle Werbemittel und Softwarelösungen für Unternehmen. Infowerk wurde 1977 unter dem Namen Hesz-Satz-Repro als klassisches Vorstufen-Unternehmen gegründet. 1990 kam die Software-Entwicklung als neues Geschäftsfeld hinzu.

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