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Insolvente Goldmann AG: Es gibt fünf konkrete Kaufinteressenten

Gespräche mit Banken haben bereits gestern stattgefunden

Für die insolvente Goldmann AG (Tulln, Österreich) soll es fünf potenzielle Kaufinteressenten geben.

Nachdem die Goldmann AG in Tulln, eines der größten Rollenoffsetunternehmen in Österreich Ende Juni Insolvenz anmelden musste, scheinen nun erste Kaufinteressenten gefunden zu sein. Wie der Österreichische Rundfunk (ORF) unter Berufung auf den Masseverwalter Walter Anzböck mitteilte, hätten erste Gespräche mit diversen Banken bereits am gestrigen Donnerstag stattgefunden. Kaufsumme sowie die Höhe der Überschuldung der Tullner Großdruckerei stehen indes noch nicht fest.

Ingesamt fünf potenzielle Kaufinteressenten gäbe es derzeit. Wie Masseverwalter Walter Anzböck erklärte, umfasse der Kaufpreis – auch wenn dieser noch nicht genau feststehe – den Kundenstock sowie die Maschinen, die zum Teil als fast neuwertig zu bezeichnen seien. Auch die genaue Überschuldung soll bisher nur geschätzt werden können. So hat der ORF in einer früheren Mitteilung berichtet, dass sich dieser Wert mit 21 Millionen Euro Aktiva und 65,5 Millionen Euro Passiva rein rechnerisch auf 44,5 Millionen Euro belaufen könnte.

Die Unternehmensfortführung läuft indes nach Angaben des Masseverwalters nach Plan. Die Mitarbeiter erhielten auch die Juli-Gehälter noch in voller Höhe. Kündigungen seien weiterhin keine geplant. Ob der Traditionsbetrieb weitergeführt wird, soll sich am 6. September bei Gericht entscheiden. Vier Wochen später werde dann, sofern es keinen endgültigen Käufer gibt, die Entscheidung über den Sanierungsplan und die Quote fallen.

Die Goldmann AG

Zur Druckerei-Gruppe Goldmann, die insgesamt rund 1.100 Mitarbeiter in Österreich, Tschechien (Moravia­press) und Ungarn (Offset R.T.) beschäftigt, gehören neben der Druck AG auch die Goldmann-Zeitungsdruck GmbH, die Ende 2009 ihren wichtigsten Kunden, die Tageszeitung "Der Standard", an die Mediaprint (Kronen-Zeitung, Kurier) verloren hat. Die Goldmann Druck AG ist auch mit 20 Prozent an der Media Druck GmbH beteiligt, dem Produktionsunternehmen für die Tageszeitung "Österreich".

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