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Insolvente Goldmann Druck kommt unter Leykam-Dach

Gläubigerausschuss erteilt größtem österreichischen Rollendrucker den Zuschlag
Michael Steinwidder

Michael Steinwidder, Vorstandsvorsitzender Leykam Let's Print

Der Gläubigerausschuss im Sanierungsverfahren Goldmann hat der Leykam Let’s Print Gruppe (LLP) den Zuschlag für die Übernahme der in Insolvenz befindlichen Goldmann Druck AG (Tulln/Niederösterreich) sowie deren tschechischer Tochterfirma Moraviapress a.s. (Breclav) erteilt. Dies teilte LLP in einer Presseerklärung mit.

Der Sanierungsverwalter Dr. Walter Anzböck erläuterte, dass LLP am Standort Tulln die Produktion mit voraussichtlich 80 Mitarbeitern weiterbetreiben wird. Das ist knapp die Hälfte der bislang bei Goldmann beschäftigten Mitarbeiter. Laut Anzböck werden die Kaufverträge im Moment erarbeitet. Sie sollen Anfang nächster Woche unterschrieben werden. Der Zusammenschluss der Unternehmen steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Prüfung der Bundeswettbewerbsbehörde.

Mit LLP erhält der größte Heatset-Rollenoffsetdrucker Österreichs den Zuschlag. Auch die Oberndorfer Druckerei (Salzburg) und das Niederösterreichische Pressehaus (St. Pölten) sollen an der in Schieflage geratenen Goldmann Druck AG Interesse gezeigt haben.

"Nicht mehr eigenständig wirtschaftlich lebensfähig“

Der Vorstandsvorsitzende der Let’s Print Gruppe, Michael Steinwidder hält die Akquisition von Goldmann Druck für einen wichtigen Schritt, „vor allem auf Grund des immer stärker werdenden internationalen Wettbewerbs im Rollenoffsetdruck“. Kleinere Druckunternehmen, wie etwa die insolventen österreichischen Druckereien Sochor, Dibldruck, Kärntner Druck und Verlagsanstalt und schlussendlich auch Goldmann Druck seien im internationalen Wettbewerb „nicht mehr eigenständig wirtschaftlich lebensfähig“, so Steinwidder.

Die Sanierung der Goldmann Standorte Tulln und Breclav werde besonders für die Mitarbeiter ein harter Weg. „Ein klares industrielles Konzept mit internationaler Ausrichtung“ sollte aber nach Steinwidders Ansicht, innerhalb der nächsten Monate realisierbar sein.

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