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Insolventes Digitaldruckzentrum Diamond Systems vor dem »Aus«

140 Mitarbeiter von Entlassung bedroht

Die 140 Mitarbeiter des Digitaldruckzentrums Diamond Systems im südhessischen Trebur werden wohl ihren Arbeitsplatz verlieren, da sich bislang kein Investor für das überschuldete Unternehmen gefunden hat. Dies teilte Rechtsanwalt Martin Wiedemann aus der Kanzlei des vorläufigen Insolvenzverwalters Markus Ernestus (Mannheim) der Belegschaft in einer Betriebsversammlung mit. Das Unternehmen war seit Mitte November im vorläufigen Insolvenzverfahren.
Wie Geschäftsführer Robert M. Müller gegenüber dem Darmstädter Echo sagte, sollen die ersten Kündigungen zum 1. Januar ausgesprochen werden. Laut Geschäftsleitung hatte sich die Situation des angeschlagenen Unternehmens in den vergangenen Tagen zugespitzt, weil Xerox, der größte Auftraggeber von Diamond Systems, seine Zusammenarbeit gekündigt habe.
Bis zum Jahreswechsel würden die noch bestehenden Aufträge abgearbeitet. Unklar sei zunächst noch die Zukunft der Tochtergesellschaft DS Document Services mit 17 Beschäftigten. Rund die Hälfte seines Umsatzes hatte das Geinsheimer Druckzentrum mit Aufträgen von Xerox erwirtschaftet. Das aus einem Rechenzentrum des Autoherstellers Mitsubishi entstandene Unternehmen war nach Angaben des Geschäftsführers schon seit längerer Zeit defizitär.
Betriebsratsvorsitzender Thomas Kunkel sagte, wegen des hohen Durchschnittsalters werden es die Kollegen nach seiner Einschätzung auf dem Arbeitsmarkt sehr schwer haben, einen neuen, ähnlich hoch qualifizierten Job zu finden. Bis zuletzt sei noch Hoffnung gewesen, das Unternehmen in anderer Form weiterführen zu können.

Diamond Systems GmbH http://www.diamond-systems.de

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