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Insolvenz für Apoldaer Liebeskind Druck GmbH angemeldet

Insolvenzverwalter für Unternehmen mit 87-jähriger Geschichte bestellt

Laut einer Meldung der Thüringer Allgemeine (TA) vom 1. September hat das Amtsgericht Erfurt das Insolvenzverfahren gegenüber der Druckerei Liebeskind Druck GmbH, Apolda, eröffnet. Als Insolvenzverwalter über das Vermögen wurde der Erfurter Rechtsanwalt Rolf Rombach bestellt. Dieser hatte am 29. August das Unternehmen besucht und zwei Tage später mit der Belegschaft gesprochen.

Laut Insolvenzverwalter Rombach soll die Druckerei Liebeskind einen "geordneten Eindruck" machen. Dennoch erklärte er – ohne nähere Einzelheiten zu erwähnen – es habe kein operatives Geschäft mehr gegeben. Geschäftsführer Reinhard Liebeskind, so Rombach, sei zwei Jahre vor seinem Tod quasi nicht mehr im Unternehmen tätig gewesen. Auf die Frage nach einem zwischenzeitlichen Betriebsleiter wollte Rombach nicht eingehen. "Die Arbeitnehmerschaft hat das alleine geschafft", sagte er und lobte das Engagement der heute noch 17 Mitarbeiter.

Mittlerweile habe die Bundesagentur einer Vorfinanzierung des Konkursausfallgeldes zugestimmt, so dass zumindest bis zum Monat Oktober die Zahlungen gesichert sind. Inwieweit Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung zur Anmeldung der Insolvenz führten, werde durch ihn selbst gerade geprüft, so Rombach. "Wir sind guter Dinge, dass wir das Unternehmen sanieren können", erwähnte er optimistisch gegenüber der TA.

Die Apoldaer Druckerei Liebeskind blickt auf eine 87-jährige Firmengeschichte zurück. Von 1976 bis 2009 führte Reinhard Liebeskind, der Enkel des Gründers, das Unternehmen. Gesundheitliche Probleme hatten ihn schließlich dazu gezwungen, kürzer zu treten. Im Mai dieses Jahres starb Reinhard Liebeskind im Alter von 71 Jahren. Seine Gesellschafteranteile übernahm laut TA seine Tochter Patricia. 

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