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Insolvenzverwalter will Druckerei Schnitzer schließen

Ende November soll das seit 2003 insolvente Unternehmen die Produktion einstellen

Die Druckerei Schnitzer GmbH in Korb (bei Stuttgart) soll Ende November 2005 geschlossen werden. Das teilte Insolvenzverwalter Karl Albert Maier mit. Rund 250 Mitarbeiter werden dann ihren Arbeitsplatz verlieren.
Schnitzer war bereits seit Anfang 2003 in Insolvenz, nachdem ein Engagement bei einer sächsischen Druckerei einen Schuldenberg von 14 Mio. Euro hinterlassen hatte. Die Stuttgarter Zeitung sprach in ihrem Bericht zum Schnitzer-Ende von einem »plötzlichen Ende nach langem Siechtum«. So zeigten sich denn auch Betriebsrat und Belegschaft von der Nachricht »völlig überrascht«. Bis zuletzt seien Pläne für einen Neubau samt zweier neuer Druckmaschinen vorangetrieben worden – ein Investitionsvolumen von rund 28 Mio. Euro, für das auch schon eine Landesbürgschaft zugesagt worden sei.
Insolvenzverwalter Maier, der dem Unternehmen 2003 noch »gute Chancen für eine Sanierung« eingeräumt hatte, sieht nun für das Rollenoffsetunternehmen »keine Zukunft mehr«.
Die Kreditzusage einer Bank sei bis Ende Juni befristet gewesen. 2004 hat Schnitzer laut Maier bei rund 30 Mio. Euro Umsatz »ordentlich Verluste« angehäuft. Dieses Jahr sei dazu noch ein Großauftrag – das Berliner Branchenbuch – mit rund einer Million Auflage weggefallen.
Wenig Gutes sagt Maier auch über den von ihm selbst im Frühjahr 2004 eingestellten Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter Edelbert Schwarze, einem ehemaligen leitenden Angestellten von Gruner+Jahr (Hamburg). »Viel gewirbelt, nichts vorangebracht« so Maier laut Stuttgarter Nachrichten über Schwarze.
Mehrheitsgesellschafter Herbert Schnitzer hatte die Druckerei, in der hauptsächlich Telefon- und Branchenbücher sowie Zeitschriften und Kataloge hergestellt werden, Ende der 90er-Jahre als Management-buy-out von der Klett-Gruppe (Stuttgart) übernommen. Allerdings sei in den vergangenen Jahren in dem Unternehmen zu wenig investiert worden, kommentierte der Geschäftsführer des Verbands Druck und Medien in Baden-Württemberg, Michael Hüffner.

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