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Investor gefunden, Trennung vom Offset: Dürmeyer Print Media ist reine Digitaldruckerei

Nach dem Einstieg von Pinguin Druck (Berlin) gehört Dürmeyer nun zum Druckereinetzwerk Marienburg
 

Der Hamburger Druckdiensleister Dürmeyer hat die Insolvenz überwunden und macht nach dem Einstieg von Pinguin Druck und der Neugründung als Dürmeyer Print Media GmbH als reine Digitaldruckerei weiter. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der 3D-Veredelung (im Bild) mit Hilfe der MGI Jet Varnish 3D.

Die insolvente Dürmeyer GmbH aus Hamburg hat im Rahmen einer übertragenen Sanierung einen Investor gefunden. Nach dem Einstieg von Pinguin Druck (Berlin) und mit der Neugründung als Dürmeyer Print Media GmbH gehört das Unternehmen nun bereits seit Mitte Oktober 2015 zum Berliner Netzwerk Marienburg. Im Zuge der Sanierung hatte sich Dürmeyer vollständig vom Offsetdruck getrennt. Heute konzentriert sich das Hamburger Unternehmen ganz auf den Digitaldruck, die digitale Druckveredelung mit der MGI Jet Varnish 3D sowie den Großformatdruck.

Im Zuge der Trennung vom Offsetdruck ist die Mitarbeiterzahl des Unternehmens von vormals über 30 auf rund 20 Mitarbeiter gesunken. Diese produzieren nun mit einer HP Indigo digitale Akzidenzen sowie im Bereich Large Format Printing mit HP-Latex-Druckern und Epson-Proofern. Für die digitale Druckveredelung, die das Unternehmen bisher unter der Marke "Black Label" vermarktete, kommt weiterhin die MGI Jet Varnish 3D zum Einsatz.

In allen drei Geschäftsbereichen will das Unternehmen in den nächsten zwei Jahren "erheblich investieren", wie Geschäftsführer Pascal Dürmeyer gegenüber print.de erklärte. So ist in einem ersten Schritt in der vergangenen Woche ein eigener Online-Shop gelauncht worden, über den sich nicht nur Digitaldruck-, sondern auch Offset-Produkte bestellen lassen. Diese werden im Rahmen des neuen Netzwerkes von Partnerbetrieben produziert. Neu ist zudem, so Dürmeyer, dass sich erstmals über einen Online-Shop auch Produkte mit 3D-UV-Lack-Veredelungen bestellen lassen. Mit der Spezialisierung auf den Digitaldruck ergänze das Unternehmen das Berliner Netzwerk sinnvoll, so Pascal Dürmeyer. Die Geschäftsführung der Dürmeyer Print Media GmbH teilt sich der Hamburger mit Alexender Mende, der zugleich als Geschäftsführer von Pinguin Druck verantwortlich zeichnet.

Die Dürmeyer GmbH hatte im Juli 2015 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Hamburg gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde damals Dr. Sven-Holger Undritz von der Anwaltskanzlei White & Case bestellt, der sich zusammen mit einem M&A-Berater auf die Suche nach einem Investor machte. Der Produktionsbetrieb lief in dieser Zeit unverändert weiter.

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