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Investoren steigen bei Druckereien aus

Arques verkauft Weber-Benteli, Aurelius trennt sich von Richard Scherpe

Zwei Finanzinvestoren, die mit großen Erwartungen in die Druckindustrie eingestiegen waren, haben beide am 3. April 2009 den Verkauf ihrer vorletzten bzw. einzigen Beteiligung an einem Druckunternehmen bekanntgegeben: Die Arques Industries AG veräußert die Druckerei Weber-Benteli im schweizerischen Biel an einen anderen Finanzinvestor und das Firmen-Management. Aurelius gibt die Spezialdruckerei Richard Scherpe an die GIK GmbH (Herisau/Schweiz) ab.
Über die Konditionen der Transaktion bei Weber-Benteli haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Käufer ist die Private Equity-Gesellschaft Value Net Capital Partners (München) die mit dem bestehenden Management die »Restrukturierung und operative Weiterentwicklung des Unternehmens fortsetzen« will – wie es in einer Pressemitteilung heißt. Arques hatte Farbendruck Weber im August 2006 erworben, aber nicht wie mehrere andere zugekaufte Druckunternehmen bei der inzwischen insolventen Tochter Arquana platziert. Durch den Zusammenschluss mit der Druckerei Benteli Hallwag war im Juni 2008 die heutige Gesellschaft Weber-Benteli (Umsatz 2008 rund 50 Mio. Euro) entstanden. Arques hat mit der Wanfried-Druck Kalden GmbH jetzt noch einen Verpackungsdrucker im Portfolio.
Die Münchner Industrieholding Aurelius hat am 3. April ihre Tochtergesellschaft RSG Media Holding GmbH, Holding der Richard Scherpe-Gruppe, mehrheitlich an einen Finanzinvestor veräußert. Die Schweizer GIK GmbH plant, wie es heißt, den Produzenten von Karton- und Haftetiketten »weiterzuentwickeln«. Die Richard Scherpe-Gruppe wurde im August 2006 Teil des Aurelius-Konzerns. Scherpe hat Standorte in Krefeld, Düren und Norderstedt. Auf der Aurelius-Website werden für Scherpe 91 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von 14 Mio. Euro angegeben.
Dr. Dirk Markus, Vorstandsvorsitzender von Aurelius: »Ein Engagement bei einem Spezialdruckanbieter wie Scherpe stellt in der aktuellen Zeit eine Herausforderung dar. Der Verkauf gibt uns die Möglichkeit, unsere Managementkapazitäten auf andere Themen zu fokussieren.« Die GIK-Gruppe beteiligt sich nach eigenen Angaben »mehrheitlich an mittelständischen, in Europa ansässigen Unternehmen, die einen gesunden Kern aufweisen und in einem stabilen Markt operieren«.

Arques Industries AG http://www.arques.de

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