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KBA: Über 1 Mrd. Euro Umsatz und 29,7 Mio. Euro Vorsteuergewinn

Deutlich gestiegener Auftragseingang
Druckwerk-Fließmontage im KBA-Werk Radebeul

Positiv für KBA war 2015 vor allem die Auftrags-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Bogenoffset-Segment. Die Druckwerk-Fließmontage im Werk Radebeul hatte gut zu tun.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) hat im Geschäftsjahr 2015 mit 1.025,1 Mio. Euro etwas weniger als im Vorjahr umgesetzt, was nach Aussage des Unternehmens am Geschäft mit Wertpapierdruckmaschinen und den durch die Neuausrichtung erwarteten geringeren Erlösen im Segment Digital & Web liegt. Laut CEO Claus Bolza-Schünemann ist man dem strategischen Ziel, die Umsätze in den Wachstumsmärkten Verpackungs- und Digitaldruck zu steigern, „ein gutes Stück nähergekommen“. Bei Neumaschinen liege der Verpackungsanteil inzwischen bei ca. 70 Prozent, gefolgt vom Sicherheitsdruck mit ca. 20 %.

Der Auftragseingang legte 2015 um 23,6 % auf 1.182,7 Mio. Euro zu, womit eine gute Auslastung bis zur Leitmesse Drupa Ende Mai 2016 gesichert sei.

Die Restrukturierung der Produktion und des Segments Digital & Web habe zu Kosteneinsparungen geführt, weshalb sich trotz Tariflohnsteigerungen und Mehrkosten zur Abfederung der Auslastungsspitzen das EBIT auf 35,9 Mio. Euro – gegenüber 13,3 Mio. Euro im Vorjahr – erhöht habe. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) lag mit 65,0 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 41,9 Mio. Euro. Nach Steuern wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Konzernergebnis von 26,9 Mio. Euro (2014: 0,3 Mio. Euro) ausgewiesen. Angesichts des bei der Holding Koenig & Bauer AG noch nicht durch Jahresüberschüsse kompensierten Bilanzverlustes wird aber auch für 2015 keine Dividendenausschüttung vorgeschlagen.

Im Segment Bogenoffset steig der Umsatz um 6,9 % auf 561,7 Mio. Euro – bei einem Segmentergebnis von + 25,5 Mio. Euro. Das 2015 verkleinerte Segment Digital & Web hat noch 98,4 Mio. Euro umgesetzt und ein negatives Segmentergebnis von –10,9 Mio. Euro ausgewiesen. Für 2016 erwartet KBA aber auch hier wieder schwarze Zahlen. Der Segmentumsatz bei den Spezialmaschinen blieb trotz höherer Umsätze im Flexo- und Blechdruck aufgrund geringerer Erlöse im Wertpapiergeschäft mit 422,9 Mio. Euro hinter 2014 (474,5 Mio. Euro) zurück. Gegenüber dem Vorjahreswert von 57,0 Mio. Euro sank der Segmentgewinn auf 27,7 Mio. Euro.

Die Exportquote von KBA lag 2015 bei 85 %. Ende des Jahres waren bei der KBA-Gruppe 5.249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 482 weniger als Ende 2014.

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