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KBA: 46 % mehr Umsatz als im 1. Quartal 2015 und besseres EBT

Bogen- und Rollendruckmaschinen-Hersteller im 1. Quartal 2016 mit hohem Umsatzwachstum und verbessertem Ergebnis
 

Mit der neuen Rotajet-L-Serie adressiert KBA-Digital & Web klassische und neue industrielle Märkte für den digitalen Rollen-Inkjetdruck.

Die Zahlen sprechen für sich: Die Koenig & Bauer-Gruppe (KBA) ist offensichtlich gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Denn der Konzernumsatz im ersten Quartal lag mit 258,8 Mio. Euro um 46,0 % über dem Vorjahreswert von 177,3 Mio. Euro, wie KBA meldet. Alle drei Segmente haben bei den Erlösen zugelegt, der Anteil der Neumaschinen für den Wachstumsmarkt Verpackungsdruck stieg auf über 70 %. Der Auftragseingang lag mit 266,3 Mio. Euro leicht über dem Quartalsumsatz. Entsprechend überschritt der Auftragsbestand Ende März mit 582,4 Mio. Euro den Wert von 574,9 Mio. Euro zum Jahresbeginn.

Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Claus Bolza-Schünemann wirken sich die anhaltend gute Auslastung der Werke, Kosteneinsparungen durch den Konzernumbau, Preisanpassungen und das in der Struktur veränderte Produktportfolio positiv auf die Ertragslage aus. „Die zahlreichen Optimierungsmaßnahmen greifen wie geplant. In der Berichtsperiode haben wir damit das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um über 18 Mio. Euro auf +2,1 Mio. Euro (EBIT) bzw. +0,6 Mio. Euro (EBT) verbessert“, so Bolza-Schünemann.

Die Bruttomarge im Konzern erhöhte sich von 20,6 % auf 29,8 %. Dem EBIT von +2,1 Mio. Euro in der Berichtsperiode stand im Vorjahresquartal noch ein Verlust von -16,2 Mio. Euro gegenüber. Das mit -1,5 Mio. Euro leicht negative Zinsergebnis führte zu einem Quartalsergebnis vor Steuern von +0,6 Mio. € im Vergleich zu -17,7 Mio. Euro im vergangenen Jahr. Das Konzernergebnis nach Steuern beträgt +1,6 Mio. Euro (2015: -16,9 Mio. Euro), was einem Ergebnis je Aktie von 0,11 Euro (2015: -1,01 Euro) entspricht.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit war mit 15,4 Mio. Euro (2015: -29,3 Mio. Euro) im Auftaktquartal deutlich positiv, ebenso der freie Cashflow mit 11,3 Mio. Euro gegenüber -31,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Ende März 2016 standen liquide Mittel von 195,6 Mio. Euro zur Verfügung. Nach Abzug der Bankverbindlichkeiten beträgt die Nettoliquidität 179,8 Mio. Euro. Durch den gesenkten Abzinsungssatz für Pensionen reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 25,3 % (Ende 2015: 26,5 %).

Wachstum in allen drei Segmenten

„Das größte Segment Sheetfed befindet sich mit dem um 41 % gestiegenen Umsatz, einem Quartalsgewinn von +5,7 Mio. Euro (2015: -2,7 Mio. Euro) und einem Auftragsbestand von 264 Mio. Euro weiter auf einem guten Kurs“, wie Bolza-Schünemann weiter ausführt. Im Vorfeld der Ende Mai beginnenden Branchenleitmesse Drupa und angesichts gestiegener Lieferzeiten blieben die Neubestellungen mit 135,7 Mio. Euro wie erwartet unter dem außergewöhnlich hohen Auftragseingang von 174,7 Mio. Euro im ersten Quartal 2015.

Digital & Web konnte den Auftragseingang gegenüber der Vorjahresperiode um 23 % steigern und den Umsatz auf 27,9 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Das Segmentergebnis ist mit -1,8 Mio. Euro deutlich besser als vor zwölf Monaten (2015: -8,7 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr 2016 erwartet das Management angesichts des auf 77 Mio. Euro gewachsenen Auftragsbestandes schwarze Zahlen.

Die Exportquote im Konzern stieg im Vergleich zum Vorjahr von 80,1 % auf 85,4 %. Ins europäische Ausland gingen 28,8 %, nach Nordamerika 18,7 %, in die Region Asien/Pazifik 25,0 % und nach Lateinamerika und Afrika 12,9 % der Lieferungen.

Ende März 2016 waren in der KBA-Gruppe 5.216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 105 weniger als im Vorjahr. Ohne Auszubildende, Praktikanten, freigestellte Mitarbeiter und solche in Altersteilzeit sank die Belegschaft auf 4.714.

In seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2016 gibt der Vorstandsvorsitzende zu verstehen: „Trotz der Konjunkturprobleme in bedeutenden Absatzmärkten bin ich weiterhin zuversichtlich, dass wir den Konzernumsatz 2016 auf rund 1,1 Mrd. Euro steigern und die angekündigte EBT-Rendite von 3 bis 4 % erreichen werden. Dabei werden uns die nach Abschluss des Konzernumbaus deutlich abgesenkte Kostenbasis, die verbesserte Auslastung, durchgeführte Preisanpassungen und die verstärkte Präsenz in weniger preissensiblen Wachstums- und Spezialmärkten helfen.“

Auf der Drupa will die KBA-Gruppe innovative Maschinenkonzepte für den analogen und digitalen Druck sowie erstmals eigene Weiterverarbeitungstechnik zeigen. Der Schwerpunkt liegt auf den Wachstumsmärkten Verpackungs- und Digitaldruck. Zudem will man unter der Marke KBA 4.0. neue Serviceangebote und Workflow-Lösungen präsentieren.

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