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KBA: Kooperation mit Rasterwalzenhersteller Apex

Schnelle Versorgung der KBA-Cortina-Anwender bei Ersatzbedarf
 

Eine gleichmäßige Farbübertragung ohne erkennbare Linien und Moiré sowie einen reduzierten Walzenverschleiß durch eine slalomähnliche Walzengravur soll die patentierte GTT-Anilox-Technologie von Apex ermöglichen.

Bei der Beschichtung und Gravur von Rasterwalzen für die wasserlose Rollenoffsetrotation KBA Cortina ist KBA-Digital & Web in Würzburg kürzlich mit Apex International in den Niederlanden eine Kooperation eingegangen. Hauptziel der vertraglich vereinbarten Zusammenarbeit ist laut KBA die schnelle Versorgung der etwa 20 Cortina-Anwender mit neu beschichteten und gravierten Rasterwalzen, wenn diese nach Jahren in Produktion wegen Verschleiß überholt werden müssen.

Im Rahmen der Kooperation haben KBA und Apex ihr spezifisches Rasterwalzen-Know-how für den wasserlosen Offsetdruck zusammengebracht und wollen dieses gemeinsam weiterentwickeln.

Wie ist der Stand der Dinge bei der wasserlosen Kompaktrotation KBA Cortina? Bisher wurden 20 Anlagen davon mit insgesamt 86 Drucktürmen und 688 Druckwerken bestellt, 19 davon mit 680 Druckwerken und ebenso vielen Anilox-Rasterwalzen sind in täglicher Produktion. Die ersten Anlagen gingen vor elf Jahren in Betrieb, da bleibt ein gewisser Verschleiß und Ersatzbedarf bei den Rasterwalzen nicht aus. KBA sieht die Lebensdauer der Cortina-Rasterwalzen bei etwa 200 Mio. Überrollungen, manche sind auch schon deutlich länger im Einsatz. Neben der Farbe und dem Rakel-Anpressdruck haben die Keramikbeschichtung und die verwendete Gravur einen wesentlichen Einfluss auf den Lebenszyklus.

Apex International als Hersteller von Anilox- und Dosierwalzen verfügt in diesem Bereich über viel Erfahrung und Know-how. Mit der GTT-Anilox-Technologie hält der niederländische KBA-Partner zudem ein Patent für eine slalomähnliche Walzengravur, die eine gleichmäßige Farbübertragung bei einem geringen Walzenverschleiß ermöglichen soll. Der innere Körper der temperierten doppelwandigen Cortina-Rasterwalzen ist von KBA patentrechtlich geschützt, da über die angeschlossene Temperierung der Farbauftrag feinfühlig reguliert werden kann. Entsprechend sind die Anilox-Rasterwalzen für die Cortina teurer als die üblichen Filmwalzen in konventionellen Farbwerken, was die Wiederaufarbeitung mit Keramikbeschichtung und Lasergravur sinnvoll macht.

Bisher wurden die Cortina-Rasterwalzen bei KBA-Sheetfed in Radebeul beschichtet und graviert. Dort werden jedes Jahr auch hunderte Rasterwalzen für Kammerrakel-Lackwerke hergestellt und graviert. Die für die Cortina-Rasterwalzen eingesetzte Laser-Gravieranlage ist aber in die Jahre gekommen, was immer wieder zu Störungen und Verzögerungen geführt hat. Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten hat sich deshalb das KBA-Management nach Prüfung aller denkbaren Alternativen für das Outsourcing der Beschichtung und Gravur an Apex anstelle der Investition in eine neue Laser-Gravieranlage entschieden. Apex ist in der Lage, mit der GTT-Technik qualitativ sehr hochwertige Anilox-Walzen herstellen zu können, die schon vor Beginn der offiziellen Kooperation in diversen in- und ausländischen Cortina-Anlagen eingesetzt wurden.

Reparaturabwicklung wie bisher

Für die Cortina-Betreiber ändert sich durch die Kooperation bei der Reparaturabwicklung nichts. Sie schicken ihre defekten Walzen weiter an das KBA-Werk in Radebeul. Dort wird der Walzeninnenraum thermografisch auf Verunreinigungen überprüft und, sofern erforderlich, gereinigt. Anschließend wird die Walze zum Korrosionsschutz mit Stickstoff gefüllt und zu Apex für die Aufarbeitung der Walzenoberfläche gesandt. Bei Apex werden die Walzen entschichtet, mit neuer Keramik beschichtet und mit der GTT-Technik gelasert. Die Gewährleistung von mindestens 200 Mio. Überrollungen seitens KBA bleibt wie bisher.

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