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KBA: Mehr Umsatz aber Betriebsverlust

Restrukturierungsprogramm "kommt gut voran"
 
KBA-Flexotecnica

Die 2013 neu hinzugekommene italienische KBA-Flexotecnica S.p.A. bedient den Wachstumsmarkt für flexible Verpackungen.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA, Würzburg) hat im ersten Quartal 2014 zwar bei Umsatz und Auftragseingang deutlich zugelegt, aber rote Zahlen geschrieben. Mit 241,5 Mio. Euro stieg der Auftragseingang im Konzern um 20,8 %. Der Quartalsumsatz lag mit 213,4 Mio. Euro um 11,9 % über dem Vorjahreswert. Durch den gegenüber 2013 um fast 20 % niedrigeren Inlandsumsatz – im Wesentlichen durch weniger gelieferte Rollenanlagen – erhöhte sich die Exportquote gegenüber der Vorjahresperiode von 71,2 % auf 79,3 %.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich gegenüber 2013, war aber erneut negativ – nach 16,9 Mio. Euro Verlust in 2013 auf nun ein Minus in Höhe von 10,2 Mio. Euro. Leicht im Plus lag das Bogenoffsetgeschäft auf Grund von "Erfolgen auf der Kosten- und Preisseite", so eine Unternehmensmitteilung. Dieses positive Teil-Betriebsergebnis von 1,2 Mio. Euro konnte allerdings die roten Zahlen des in den letzten Jahren sonst meist profitablen Segments Rollen- und Sondermaschinen (Betriebsverlust von 11,4 Mio. Euro) nur leicht abfedern. Das Vorsteuerergebnis (EBT) hat sich gegenüber 2013 von –18,8 Mio. Euro auf –12,1 Mio. Euro verbessert. Das Ergebnis nach Steuern wird mit –14,0 Mio. Euro ausgewiesen (2013: –18,5 Mio. Euro).

Bei der Umsetzung des laufenden Restrukturierungsprogramms ist KBA nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Claus Bolza-Schünemann im ersten Quartal 2014 „ein gutes Stück vorangekommen“. Im Rahmen des bis Ende 2015 auf Konzernebene vorgesehenen Abbaus von 1.100 bis 1.500 Stellen wurden für etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an verschiedenen Standorten Aufhebungs- und Altersteilzeitverträge, Sozialtarifverträge und Sozialpläne vereinbart.

Bei der Neuausrichtung geht es laut KBA neben den Kapazitätsanpassungen an kleiner gewordene Marktsegmente auch um die stärkere Ausrichtung auf Wachstumsmärkte wie den Verpackungsdruck. In diesem Zusammenhang verweist der Vorstandsvorsitzende auf die „gut voranschreitende Integration“ der beiden 2013 neu hinzugekommenen Gesellschaften KBA-Kammann für den Glas-Direktdruck sowie KBA-Flexotecnica für das Marktsegment flexibler Verpackungsdruck.

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