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KBA: Vorstand beschließt Neuausrichtung

Bogen, Rolle, Fertigung und Spezialdruck in eigenständigen Einheiten organisiert – 1.100 bis 1.500 Arbeitsplätze betroffen
 

KBA richtet sich neu auf den veränderten Druckmaschinenmarkt aus.

Der Vorstand der Koenig & Bauer AG (KBA, Würzburg) hat dem Aufsichtsrat des Unternehmens am 16. Dezember 2013 ein Programm zur strategischen Neuausrichtung des Konzerns und eine Reihe von Maßnahmen zur langfristigen Stärkung der Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit von KBA vorgestellt. Nach eingehender Beratung hat der Aufsichtsrat diesem Programm zugestimmt. Insgesamt sind nach derzeitigem Stand von den heute verabschiedeten Maßnahmen im Konzern zwischen 1.100 bis 1.500 Arbeitsplätze betroffen.

Als Zielvorgabe ist – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung im Mai 2014 – die Schaffung von Einheiten mit klarer Ergebnisverantwortung für die Bereiche Bogen-, Rollen-, Spezialmaschinen und Fertigung vorgesehen. Die Einheit für das Spezialmaschinengeschäft umfasst die Wachstumsgebiete Metal-Print (Blechdruck), das Wertpapiermaschinengeschäft sowie die Aktivitäten der kürzlich übernommenen Kammann Maschinenbau GmbH (Siebdruckanlagen für Direktdekoration von Glasbehältern) und Flexotecnica S.p.A. (Flexorotationen für flexible Verpackungen).

Im Geschäftsbereich Bogenoffsetmaschinen werden Maßnahmen zur Struktur- und Prozessoptimierung durchgeführt. Daneben stehen Kapazitäts- und Personalanpassungen sowie die Lösung defizitärer Produktbereiche und Vertriebseinheiten im Vordergrund.

Im Geschäftsbereich Rollenmaschinen werden die Aktivitäten in ein beschäftigungsflexibles Geschäftsmodell überführt. Personalanpassungen sind hier ebenfalls notwendig.

Auf Basis eines überarbeiteten Standortkonzepts für den Gesamtkonzern wurde die Verlagerung von ausgewählten Fertigungsaufgaben mit Personalanpassungen an den fünf europäischen Standorten Würzburg, Radebeul, Frankenthal, Mödling (Österreich) sowie in Dobruška (Tschechien) beschlossen. Die Aufgabe bzw. der Verkauf von Standorten ist dabei nicht ausgeschlossen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten in der Konzernzentrale in Würzburg werden nachhaltig reduziert.

Durch diese Maßnahmen entsteht ein nicht liquiditätswirksamer Wertberichtigungsbedarf, der sich im Jahresabschluss 2013 mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag auswirken wird. Weitere Belastungen sind aufgrund der Anpassungen der Wertschöpfungs- und übriger Kostenstrukturen zu erwarten. 

„Wir haben heute weitreichende Entscheidungen für KBA getroffen. Sie sind auch mit schmerzlichen Einschnitten für die Mitarbeiter verbunden. Diese Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen. Aber sie sind leider für die nachhaltige Zukunftssicherung unseres Unternehmens zwingend erforderlich“, wird der Vorsitzende des Vorstands der KBA, Claus Bolza-Schünemann, zitiert.

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