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»KBA benötigt keine staatliche Stütze«

Vorstandsvorsitzender berichtet von Aufwärtstrend im Bogenmaschinen-Bereich

Über einen deutlichen Aufwärtstrend beim Auftragseingang im Geschäftsbereich Bogenmaschinen seit April berichtete Vorstandsvorsitzender Helge Hansen den Aktionären bei der Hauptversammlung des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer AG (KBA) in Würzburg. So hätten Messebeteiligungen im Mittleren und Fernen Osten zu entsprechenden Verkäufen beigetragen und den Rückstand gegenüber der Planung aus dem ersten Quartal weitgehend ausgeglichen. Zu gering sei dagegen das Nachfragevolumen bei großen Rotationsanlagen für den Zeitungs- und Akzidenzdruck. Im Anlagenbau liege der Auftragseingang nach fünf Monaten hinter der Planung für 2009 zurück.
Hansen: »Die globalen Konjunktur- und Finanzprobleme bremsen nach wie vor die Nachfrage in unserer Branche. Dies gilt inzwischen auch für den Absatz von Spezialmaschinen für Nischenmärkte.«
Die Finanzierung von Kundenprojekten sei seit Ausbruch der Finanzkrise deutlich schwieriger geworden und führe angesichts der veränderten Kreditpolitik der Banken in einer Reihe von Fällen trotz Investitionsbereitschaft nicht zum Erfolg.
Bezüglich der Staatshilfen für den Druckmaschinenbau sprach sich Hansen gegen die Verallgemeinerung von Einzelfällen und für eine differenzierte Betrachtung der jeweiligen Unternehmenssituation aus. Er wies auf die »solide Finanz- und Liquiditätssituation des KBA-Konzerns« im Vergleich zu einigen Mitbewerbern hin. Der Vorstandsvorsitzende: »Wir haben aktuell keine Netto-Bankverbindlichkeiten, sondern eine in den vergangenen Monaten weiter auf gut plus 36 Mio Euro verbesserte Nettofinanzposition sowie einen positiven operativen Cashflow. Unsere Eigenkapitalquote Ende März lag mit 33,9 % deutlich über der Norm im Maschinenbau. Neben unserer eigenen Liquidität von fast 100 Mio. Euro verfügen wir über eine Kreditlinie von 160 Mio. Euro. Dabei handelt es sich zu über 60 % um Avalkredite, die wir zur Absicherung der im Anlagenbau üblichen Kundenanzahlungen benötigen. Eine Bundesbürgschaft haben wir für den Zeitraum ab April 2010 beantragt.« KBA sei ein solides und solventes Unternehmen und benötige keine »staatliche Stütze« wie eine Wirtschaftszeitung etwas vorschnell getitelt habe. Hansen: »Wir sind aber besorgt über eventuelle Wettbewerbsverzerrungen, die sich aus öffentlichen Hilfen ergeben können.«
Der KBA-Vorstand geht davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für moderne Drucktechnik nach Überwindung der Krise in absehbarer Zeit nicht mehr das Niveau der Boomjahre 2005 oder 2006 erreichen wird. Das veränderte Medienverhalten, Konzentrationstendenzen in der Druckbranche, die rasante Produktivitätssteigerung moderner Druckmaschinen und die wachsende Billigkonkurrenz aus Schwellenländern wie China oder Indien setzten dem Wachstum Grenzen

Koenig & Bauer AG http://www.kba.com

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