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KBA gut ins Jahr 2017 gestartet

Auftragseingang im 1. Quartal 2017 um 20,7% über dem Vorjahresquartal
 

Die neu entwickelte Blechdruckmaschine CS MetalCan adressiert den bisher nicht bedienten Markt zweiteiliger Getränkedosen, der weltweit mit 3 % pro Jahr wächst.

Für die Koenig & Bauer-Gruppe hat das Jubiläumsjahr 2017 – das Unternehmen feiert seinen 200. Geburtstag – mit einem gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,7 % auf 321,5 Mio. Euro gesteigerten Auftragseingang gut begonnen. Bei einem mit 259,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau liegenden Konzernumsatz wuchs der Auftragsbestand um 6,4 % auf 619,9 Mio. Euro. Mit 5,0 Mio. Euro lag das Ebit im Auftaktquartal deutlich über dem Vorjahreswert von 2,1 Mio. Euro. Das Konzernergebnis von 4,7 Mio. Euro (2016: 1,6 Mio. Euro) entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,30 Euro (Vorjahr: 0,11 Euro).

Wie KBA-CFO Dr. Mathias Dähn betont, wirke sich die Fokussierung auf die Wachstumsmärkte Verpackungs-, Industrie- und Digitaldruck und die Anfang 2016 gestartete konzernübergreifende Serviceoffensive „zunehmend aus“. Dabei habe man den Serviceanteil des Konzernumsatzes von 24 % im Vorjahr auf 26 % im ersten Quartal 2017 steigern können, so Dr. Dähn weiter. „In den Verpackungsmärkten sind wir ebenfalls gut vorangekommen. Unsere jüngste im Geschäft mit Flachbettstanzen tätige Tochtergesellschaft KBA-Iberica Die Cutters hat sich bei Auftragseingang, Umsatz und Ebit gut entwickelt“, berichtet KBA-CEO Claus Bolza-Schünemann. Mit einer Drucklösung für den bisher nicht bedienten Markt zweiteiliger Getränkedosen und der „weltweit ersten Digitaldruckanlage für den migrationsfreien Blechdruck“ habe KBA Anfang Mai zwei weitere Produktinnovationen für sein Verpackungsdruckgeschäft vorgestellt, wie Bolza-Schünemann anfügt.

Auftragszuwächse in allen drei Segmenten

Ein Plus bei den Serviceaufträgen und „deutlich gestiegene Bestellungen von Mittelformatanlagen“, so KBA wörtlich, ließen den Auftragseingang im Sheetfed-Segment um 12,0 % auf 152,0 Mio. Euro steigen. Der Umsatz blieb mit 150,0 Mio. Euro um 3,0 % unter dem Vorjahreswert von 154,6 Mio. Euro. Trotz besserer Margen erreichte das Ebit umsatzbedingt und wegen der Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte mit 4,6 Mio. Euro nicht ganz den Vorjahreswert von 5,7 Mio. Euro.

Seit Jahresbeginn werden dem Segment Digital & Web auch die Aktivitäten im wachsenden Flexo-Verpackungsdruck zugerechnet. Die Anlagen für flexible Verpackungen sind ebenfalls Rollenmaschinen. Bei einem um 18,5 % auf 57,7 Mio. Euro gestiegenen Auftragseingang und einem leicht niedrigeren Umsatz von 30,4 Mio. Euro legte der Auftragsbestand von 95,5 Mio. auf 103,5 Mio. Euro zu. Der Ausbau der KBA-Flexotecnica (–1,8 Mio. Euro), hohe F&E-Kosten und der Umsatzrückstand haben das Segmentergebnis von –2,3 Mio. Euro belastet (2016: –2,6 Mio. Euro).

Im Segment Special führten mehr Aufträge im Wertpapier- und Glasdirektdruck zum Anstieg des Auftragseingangs um 25,3 % auf 125,7 Mio. Euro. Im Blechdruck blieben die Bestellungen vor der Metpack-Fachmesse Anfang Mai wie erwartet unter dem guten Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 2,6 % auf 87,8 Mio. Euro (2016: 85,6 Mio. Euro). Gegenüber 1,0 Mio. Euro im ersten Quartal 2016 stieg der Segmentgewinn auf 4,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich in Relation zur gestiegenen Bilanzsumme leicht auf 31,3 % (Ende 2016: 31,1 %).

Die Belegschaft des Konzerns vergrößerte sich zum 31. März gegenüber dem Vorjahr um 111 auf 5.327 Mitarbeiter. Neben einer punktuellen Personalverstärkung im expandierenden Servicebereich und bei neuen Anwendungen für die Verpackungs- und Digitaldruckmärkte kamen 67 Beschäftigte durch den Erwerb der KBA-Iberica Die Cutters hinzu.

Im weiteren Jahresverlauf erwartet der Vorstand beim Konzernumsatz eine zunehmende Dynamik mit positiven Ergebniseffekten. Falls sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für das weltweite Geschäft nicht wesentlich verschlechtern, so KBA wörtlich, strebt das Management für 2017 einen organischen Umsatzanstieg im Konzern auf bis zu 1,25 Mrd. Euro und eine Ebit-Rendite von rund 6 % an.

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