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KBA profitiert von Nischenmärkten und verzeichnet mehr Aufträge und Umsatz

Veröffentlichung der Neunmonats-Zahlen

KBA konnte gegenüber dem Vorjahr in den ersten neun Monaten mehr Umsatz und Aufträge verzeichnen.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) mit Sitz in Würzburg hat in den ersten neun Monaten einen Anstieg im Auftragseingang um 15,4 % auf 1,155 Mrd. Euro verzeichnet. Im Vorjahr betrug der Auftragseingang 1,001 Mrd. Euro. Grund für die Verbesserung ist die  "gute Sondermaschinenkonjunktur", die Neubestellungen im Sommerquartal 2011 haben nach eigenen Angaben mit 472,8 Mio. Euro den höchsten Wert seit 2006. Wie KBA berichtet, profitiert das Unternehmen von seiner "starken Präsenz in derzeit recht robusten Nischenmärkten wie dem Sicherheits-, Blech- und Kennzeichnungsdruck." Der Konzernumsatz legte bis Ende September 1,8 % zu, heißt es in der Mitteilung weiter. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz 772,1 Mio. Euro.

Für den gesamten Neunmonats-Zeitraum wird ein Vorsteuerergebnis (EBT) von –26,6 Mio. Euro (2010: –6,7 Mio. Euro) und nach Steuern ein Konzernergebnis von –32,5 Mio. Euro (2010: –9,2 Mio. Euro) ausgewiesen.

Der Auftragseingang bei Bogenoffsetmaschinen legte laut KBA um 2,2 % auf 472,0 Mio. Euro zu. Die Bestellungen bei Rollen- und Sondermaschinen erhöhten sich durch das „lebhafte Nischengeschäft“ gegenüber dem Vorjahr um 26,8 % auf 683,7 Mio. Euro. Umsatzseitig wurde im Bogenbereich ein Zuwachs von 14,9 % auf 397,4 Mio. Euro realisiert. Demgegenüber lag der Segmentumsatz bei Rollen- und Sondermaschinen durch Lieferverschiebungen mit 388,3 Mio. Euro nach neun Monaten noch um 8,9 % unter dem Vorjahr. Bei einem gegenüber 2010 um 28,0 % höheren Inlandsumsatz reduzierte sich die Exportquote auf 84,6 % heißt es in der Mitteilung weiter. Der Lieferanteil des europäischen Auslands sei auf 36,1 % gegenüber 30,3 % im Vorjahr gestiegen.

Zum 30. September 2011 beschäftigte die KBA-Gruppe nach eigenen Angaben 6.446 Mitarbeiter. Die Zahl der Beschäftigten soll allerdings nach einem Stellenabbau auf etwa 6.000 (inklusive Auszubildende) sinken.

Im Ausblick bestätigt der KBA-Vorstand trotz des Rückstands nach neun Monaten die im Frühjahr prognostizierte leichte Steigerung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2011. Dazu soll ein Umsatzsprung mit ertragsstarken Produkten im vierten Quartal beitragen. Wie in den beiden Vorjahren strebe das Management zudem ein positives Vorsteuerergebnis im Konzern an.

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