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KBA verzeichnet Auftragsplus und Umsatzsteigerung

Neunmonatszeitraum deutlich besser als im Vorjahr

Helge Hansen, Vorstandsvorsitzender der Koenig & Bauer AG.

Die Koenig & Bauer AG (KBA) verzeichnet in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2010 eine Steigerung bei Umsatz, Aufträgen und Ergebnis.
Im Bogen- und Zeitungsdruck sowie einigen Nischenmärkten konnte KBA nach eigenen Angaben seine Position stärken.

Auf Konzernebene legten die Bestellungen in den ersten neun Monaten gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahrs (2009: 682,3 Mio. Euro) um 46,7 Prozent auf gut 1 Mrd. Euro zu.  Der Konzernumsatz stieg gegenüber 2009 (737,3 Mio. Euro) um 4,7 % auf 772,1 Mio. Euro. Zusammen mit den Kosteneinsparungen aus dem laufenden Konsolidierungsprogramm führten die höheren Erlöse im dritten Quartal zu einem Vorsteuergewinn von 15,3 Mio. Euro (2009: 9,6 Mio. Euro). Über die gesamte Berichtsperiode verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) gegenüber 2009 (–37,8 Mio. Euro) auf –6,7 Mio. Euro. Das Konzernergebnis war mit –9,2 Mio. Euro ebenfalls deutlich besser als im Vorjahr (–39,0 Mio. Euro).

Zuwächse in beiden Geschäftsbereichen

Bei Bogenoffsetmaschinen wuchs der Auftragseingang um 24,3 % auf 462 Mio. Euro (2009: 371,7 Mio. Euro). Im Segment Rollen- und Sondermaschinen zogen die Bestellungen dank einiger größerer Aufträge aus der Zeitungsindustrie und der lebhaften Nachfrage bei Nischenprodukten gegenüber dem Vorjahreswert von 310,6 Mio. Euro  um 73,6 % auf 539,2 Mio. Euro an. Beim Umsatz erreichte der Bogenbereich einen laut KBA überproportionalen Zuwachs von 8,5 % auf 346 Mio. Euro. Der Umsatz im längerfristigen Geschäft mit Rollen- und Sondermaschinen stieg angesichts der Nachfrageflaute im Vorjahr dagegen lediglich um 1,8 % auf 426,1 Mio. Euro. Der im dritten Quartal verbuchte Auftragszuwachs bei großen Rotationsanlagen werde erst 2011 umsatzwirksam.

Kapazitätsauslastung deutlich verbessert

Der Auftragsbestand im Konzern lag mit 564,1 Mio. Euro zum Ende des dritten Quartals um 26,3 % über dem Vorjahreswert von 446,5 Mio. Euro. Mit dem auf 208,2 Mio. Euro gewachsenen Auftragspolster im Bogenbereich sei insbesondere das Radebeuler Werk für die nächsten Monate gut ausgelastet. Auch an den Standorten für Rollen- und Sondermaschinen hat der auf 355,9 Mio. Euro gestiegene Auftragsbestand die Beschäftigung deutlich verbessert.
Zum 30. September beschäftigte die KBA-Gruppe 6.437 Mitarbeiter, 658 weniger als im Vorjahr. Seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise im Sommer 2008 gingen etwa 1.700 Stellen verloren.

Export auf hohem Niveau

Die Exportquote erreichte laut KBA mit 87,8 % im langjährigen Vergleich ein sehr hohes Niveau. Dabei blieb der Anteil der Lieferungen ins europäische Ausland mit 30,3 % (2009: 34,8 %) erneut deutlich geringer als vor der Finanzkrise. Gleiches gilt für die regionale Umsatzquote Nordamerikas mit 9,7 %. Dagegen ist die Bedeutung des Vertriebsgebietes Asien/Pazifik mit einem Umsatzanteil von 26,8 % (2009: 23,5 %) erneut gestiegen, was vor allem auf die rege Nachfrage aus China zurückzuführen sei. Die Schwellenmärkte Lateinamerika und Afrika lagen mit 21 % ebenfalls deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.

Ziele bestätigt

KBA-Vorstandsvorsitzender Helge Hansen bestätigt die im Frühjahr für das Geschäftsjahr 2010 genannten Ziele: „Unter Zugrundelegung des mit Aufträgen unterlegten Mehrumsatzes im vierten Quartal bin ich zuversichtlich, dass wir die für 2010 angestrebte Steigerung des Konzernumsatzes um etwa 7 % auf gut 1,1 Mrd. Euro und auch ein deutlich besseres Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr (2009: +2,7 Mio. Euro) realisieren können. Beim erwarteten Ergebnis schließen wir nach zwei Jahren Verzicht die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre nicht aus.“
Der KBA-Vorstand halte an der Absicht fest, neben dem Kerngeschäft mit innovativer Drucktechnik ein weiteres profitables und wachstumsträchtiges Geschäftsfeld zu erschließen, die Sondierung sei jedoch schwieriger als gedacht und nehme weit mehr Zeit in Anspruch.

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