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KBA wächst im 3. Quartal deutlich

Nach neun Monaten 22,3 % mehr Konzernumsatz als im Jahr 2015
 

Im Jahr 2016 hat KBA-Flexotecnica für seine CI-Flexorotationen im wachsenden Markt flexibler Verpackungen deutlich mehr Neubestellungen zu verzeichnen als 2015, so KBA.

Die Koenig & Bauer-Gruppe (KBA) ist ihren Wachstumszielen für 2016 bei Umsatz und Ergebnis deutlich nähergekommen, wie KBA meldet. Im Konzern lag der Auftragseingang nach neun Monaten mit 869,8 Mio. Euro um 1,2 % höher als im Vorjahr. Die Neubestellungen übertrafen den um 22,3 % auf 831,4 Mio. Euro gestiegenen Konzernumsatz um mehr als 38 Mio. Euro. Der Auftragsbestand wird Ende September mit 613,3 Mio. Euro beziffert (2,7 % über dem Vorjahr). Er sichert bereits die Auslastung der Werke bis ins Frühjahr 2017 hinein.

Laut Claus Bolza-Schünemann, KBA-Vorstandsvorsitzender, habe man sich „unter unverändert schwierigen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen“ verstärkt auf die Wachstumsmärkte Verpackungs- und Digitaldruck und das Servicegeschäft fokussiert. Noch erfreulicher als das Umsatzwachstum sei die durch den hohen Periodengewinn im dritten Quartal ermöglichte deutliche Ergebnissteigerung. Mit einem operativen Ergebnis (Ebit) von 39,2 Mio. Euro und einem Vorsteuerergebnis von 34,9 Mio. Euro konnten die Neunmonatswerte des Vorjahres von 6,1 Mio. Euro Ebit bzw. 2,1 Mio. Euro EBT deutlich übertroffen werden. Alle Segmente haben mit positiven Quartals- und Neunmonatsergebnissen dazu beigetragen, so Bolza-Schünemann.

Vor allem der im dritten Quartal gestiegene Gewinn bei Sheetfed stärkte die Ertragslage im Konzern. Auch das Segment Digital & Web leistete nach neun Monaten einen positiven Ergebnisbeitrag. Die Bruttomarge im Konzern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 26,6 % auf 30,4 %. Das Konzernergebnis nach Steuern wird mit 32,5 Mio. Euro (2015: 2,4 Mio. Euro) ausgewiesen, was einem Ergebnis je Aktie von 1,98 Euro (2015: 0,16 Euro) entspricht.

Vor dem umsatzstarken vierten Quartal sind die Vorräte vorübergehend um 69,6 Mio. Euro gewachsen. Trotz des gestiegenen Working Capitals verbesserte sich der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit durch das deutlich positive Ergebnis auf -5,0 Mio. Euro (2015: -28,6 Mio. Euro). Der freie Cashflow beläuft sich auf -17 Mio. Euro gegenüber -27,8 Mio. Euro vor zwölf Monaten. Ende September 2016 standen liquide Mittel von 158,9 Mio. Euro zur Verfügung. Nach Abzug der auf 11,4 Mio. Euro zurückgeführten Bankverbindlichkeiten beträgt die Nettoliquidität 147,5 Mio. Euro.

Entwicklung in allen drei Segmenten

Im Segment Sheetfed wurde durch die Abkühlung der Konjunktur in China und anderen Exportländern mit 429,8 Mio. Euro der hohe Auftragseingang des Vorjahres (516,4 Mio. Euro) wie erwartet nicht erreicht. Auch auslastungsbedingt längere Lieferzeiten und die erforderliche Preisdisziplin bremsten das Neumaschinengeschäft. Dagegen legte der Umsatz gegenüber 2015 um 17,5 % auf 443,8 Mio. Euro zu. „Der Auftragsbestand von 268,9 Mio. Euro Ende September sichert eine gute Beschäftigung der Bogenoffsetwerke bis weit ins erste Quartal 2017“, so Bolza-Schünemann weiter. Trotz der Drupa-Kosten und der Entwicklungsaufwendungen für eine digitale Bogendruckmaschine stieg der Segmentgewinn auf 17,3 Mio. Euro (2015: 10,1 Mio. Euro).
Im Segment Digital & Web haben neben Bestellungen bei Rollenoffsetmaschinen weitere Aufträge von HP für eine in Würzburg gebaute Digitaldruckanlage zum Anstieg des Auftragseingangs um 11,2 % auf 100 Mio. Euro beigetragen. Der Umsatz stieg um 74,6 % auf 110,0 Mio. Euro. Der Auftragsbestand blieb mit 60,3 Mio. Euro auf einem befriedigenden Niveau. Obwohl Entwicklungsaufwendungen das Segmentergebnis belasteten, wurde mit einem Ebit von +0,6 Mio. Euro (2015: -12,2 Mio. Euro) bereits nach neun Monaten das angestrebte positive Ergebnis erreicht.

Gestiegene Bestellungen im Wertpapier-, Blech-, Kennzeichnungs- und flexiblen Verpackungsdruck führten im Segment Special zu einem Anstieg des Auftragseingangs um 29,9 % auf 384,3 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 22,3 % auf 338,2 Mio. Euro. Der gegenüber 2015 um 38,1 % höhere Auftragsbestand von 296,2 Mio. Euro soll laut KBA eine gute Auslastung bis weit in das kommende Geschäftsjahr hinein sichern. Für den gesamten Berichtszeitraum wird ein Ebit von 27,1 Mio. Euro ausgewiesen (2015: 15,6 Mio. Euroa).

Exportquote und Beschäftigung

Mit 85,2 % blieb die Exportquote auf dem Vorjahresniveau. Das europäische Ausland trug mit 30,5 %, Nordamerika mit 14,0 %, die Region Asien/Pazifik mit 29,2 % sowie Lateinamerika und Afrika mit 11,5 % zum Konzernumsatz bei.

Ende September 2016 waren in der KBA-Gruppe 5.332 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, 47 mehr als im Vorjahr. Der höhere Personalstand resultiert aus der Konsolidierung des Anfang Juli 2016 übernommenen spanischen Stanzmaschinenherstellers Iberica AG S.A. mit 58 Mitarbeitern. Ohne Auszubildende, Praktikanten, freigestellte und Mitarbeiter in Altersteilzeit sank die Belegschaft auf 4.808.

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