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KBA wächst im Service und im Verpackungsbereich

Halbjahresbericht der Koenig & Bauer AG – Konzernumsatz leicht unter Vorjahresniveau
 

Die CS Metal Can für den 2-teiligen Getränkedosendruck soll 2018 auf den Markt kommen.

Nach einem guten Start in das Jubiläumsjahr berichtet die Koenig & Bauer AG (KBA) von einem positiven Geschäftsverlauf im zweiten Quartal 2017. Trotz des expandierenden Servicegeschäfts und mehr Aufträgen in den Verpackungsmärkten lagen Auftragseingang (601,9 Mio. Euro) und Konzernumsatz leicht unter den Vorjahreswerten. Für 2017 strebt KBA aber einen Umsatzanstieg im Konzern auf bis zu 1,25 Mrd. Euro an.

Bei einem mit 538,9 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahr liegenden Konzernumsatz blieb der Auftragsbestand mit 620,5 Mio. Euro weiter auf einem hohen Niveau. Das EBIT erreichte 16,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis von 15,2 Mio. Euro (2916: 17,2 Mio. Euro) entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von 0,93 Euro (Vorjahr: 1,05 Euro).

„Neben dem weiter wachsenden Servicegeschäft sollen insbesondere unsere bestehenden und neuen Lösungen für das Bedrucken, die Veredelung und Weiterverarbeitung von Verpackungen sowie unsere industriellen Digitaldruck-Applikationen zum nachhaltigen profitablen Wachstum beitragen“, sagte Dr. Mathias Dähn. Die neu entwickelte Lösung CS Metal Can für das Bedrucken zweiteiliger Getränkedosen sei, wie Claus Bolza-Schünemann angibt, auf großes Kundeninteresse gestoßen. Der Verkaufsstart für die Maschine ist für das Jahr 2018 geplant.

Sheetfed stärkt Ertragslage im Konzern

Im Sheetfed-Segment wuchs der Auftragseingang durch mehr Serviceaufträge und Bestellungen von Mittelformatanlagen um 12,2 % auf 326,3 Mio. €. Einen erfreulichen Wachstumsbeitrag hätten auch die Flachbettstanzen für die Druckweiterverarbeitung von Kartonagen und Wellpappen geleistet. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr (291,7 Mio. €) um 5,5 % auf 307,8 Mio. € zu. Der Mehrumsatz mit besseren Margen und niedrigere Kosten führte zu einer deutlichen Steigerung des Segmentgewinns auf 12,1 Mio. € (2016: 8,6 Mio. €).  

Im Segment Digital & Web konnte nach Angaben von KBA ein robuster Auftragseingang von 85,7 Mio. € erzielt werden. Bei einem niedrigeren Umsatz von 68,3 Mio. € (2016: 75,5 Mio. €) stieg der Auftragsbestand von 92,3 Mio. € auf 93,6 Mio. €. Das EBIT von –2,8 Mio. € (2016: –2,7 Mio. €) war mit –3,1 Mio. € durch KBA-Flexotecnica belastet. Die Optimierungsarbeiten bei der italienischen Tochtergesellschaft zielen auf eine Beschleunigung des Wachstumskurses im Zukunftsmarkt der flexiblen Verpackungen ab.

Trotz der Auftragszuwächse bei den Verpackungsdrucklösungen unterschritt das Neugeschäft im Segment Special mit 216,3 Mio. € den durch größere Wertpapieraufträge geprägten Vorjahreswert von 269,5 Mio. €. Mit 189,2 Mio. € blieb der Segmentumsatz auslieferungsbedingt noch hinter dem Vorjahr (222,9 Mio. €) zurück. Mit einem EBIT von 14,6 Mio. € wurde eine Marge von 7,7 % erreicht. Der Vorjahreswert von 22,1 Mio. € sei durch einen hohen Nachholeffekt von 4,9 Mio. € aus einem größeren Wertpapierprojekt begünstigt gewesen.

Die Belegschaft des Konzerns vergrößerte sich zum 30. Juni gegenüber dem Vorjahr um 158 auf 5.359 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben einer punktuellen Personalverstärkung im Servicebereich und bei neuen Anwendungen für die Verpackungs- und Digitaldruckmärkte kamen 71 Beschäftigte durch den Erwerb der KBA-Iberica für den wachsenden Stanzenmarkt hinzu.  

Der Vorstand erwarte im weiteren Jahresverlauf eine zunehmende Umsatzdynamik mit positiven Ergebniseffekten. Für 2017 strebt das Management einen organischen Umsatzanstieg im Konzern auf bis zu 1,25 Mrd. Euro und eine EBIT-Rendite von rund sechs Prozent an.

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