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Keine Auffanggesellschaft für Schlaefli & Maurer

Schweizer Druckerei in Uetendorf (Berner Oberland) durchläuft Konkursverfahren
 

Die in Uetendorf ansässige Druckerei Schlaefli & Maurer hat Konkurs angemeldet. Bild: Berner Zeitung/Patric Spahni 

Die 65 Angestellten der Druckerei Schlaefli & Maurer AG standen am 18. Februar 2016 vor verschlossenen Türen. Sie wurden nach der Eröffnung des Konkursverfahrens durch das Berner Konkursamt am Vortag von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Die Druckmaschinen stehen seither still, das Gebäude ist geschlossen, wie die Berner Zeitung (BZ) aktuell berichtet.

Der aus Deutschland stammende Eigentümer Lukas Dziadek, der die Firma im September 2014 übernommen hatte, soll bis zuletzt darauf gehofft haben, die laufenden Aufträge mit einer Auffanggesellschaft ausführen und den Betrieb in kleinerer Form weiterführen zu können, wie es weiter heißt. Dazu habe er schon vor der Konkurseröffnung mit dem Konkursamt Kontakt aufgenommen, doch sei eine Auffanggesellschaft nicht realisierbar. Deshalb bliebe die Druckerei geschlossen, so Heinz Aebi, Dienststellenleiter des Konkursamtes Berner Oberland. Es werde nun das übliche Konkursverfahren durchgeführt.

Wie die BZ weiter berichtet, sei für Dziadek angesichts dieser Situation die Gründung einer neuen Firma keine Option mehr. „Aktuell besteht keine Hoffnung für eine Auffanggesellschaft, und die dafür nötige Zeit bis zur Aufhebung des Konkurses lässt die restlichen Kunden schwinden“, wird Dziadek zitiert.

Die Löhne wurden laut Dziadek bis Januar 2016 noch bezahlt. Ausstehend seien damit die Löhne für den laufenden Monat. Sachwerte dürften durchaus vorhanden sein, wie die BZ weiter schreibt, denn noch 2009 hatten die früheren Besitzer rund zehn Millionen Franken in eine neue Großformat-Offsetdruckmaschine investiert.

Laut BZ sieht Dziadek die Schuld für das Ende des Unternehmens nicht nur im starken Franken oder in der großen Konkurrenz im Ausland. So seien ihm auch von regionalen Firmen Steine in den Weg gelegt worden, was ihm den Markteintritt erschwert habe. Darüber hinaus werde eine Auseinandersetzung mit dem früheren Geschäftsführer der Schlaefli & Maurer AG, der erst vor zehn Monaten als Geschäftsführer ausgeschieden ist und zu einer Konkurrenzfirma wechselte, wohl noch vor Gericht ausgetragen. Dziadek wirft ihm die Verletzung von Geschäftsgeheimnissen vor.

Zudem habe die Gewerkschaft Unia die Firma auf eine Sperrliste gesetzt, weil sie angeblich in Deutschland habe drucken lassen. Das bezeichnet Dziadek als Rufmord, der die bereits niedrigen Umsätze noch einmal habe erheblich einbrechen lassen, so die BZ.

Nicht betroffen vom Konkurs der Druckerei ist der Verlag Schlaefli & Maurer in Interlaken.

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