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Kodak trennt sich vom Filmgeschäft und bereitet sich auf Ende der Insolvenz vor

Unterlagen bei New Yorker Insolvenz-Gericht eingereicht – Neustart ist für das dritte Quartal geplant
 

Kodak will im dritten Quartal das Insolvenzverfahren verlassen. Dazu trennte sich das Unternehmen nun von seinem Filmgeschäft und hat entsprechende Unterlagen bei einem New-Yorker Gericht eingereicht.

Der Fotopionier und Digitaldruckmaschinen- sowie Plattenbelichter-Hersteller Kodak will im dritten Quartal das Insolvenzverfahren nach Chapter 11 verlassen. Nachdem das Unternehmen bereits im Dezember seine Digitalfoto-Patente für gut eine halbe Milliarde Dollar an eine Gruppe von Technologiekonzernen (unter anderem Apple, Google, Samsung und Microsoft) verkauft hatte, trennt sich Kodak nun auch endgültig von seinem ehemaligen Kerngeschäft, dem Film. Das so genannte "Personalized Imaging and Document-Imaging-Geschäft" wurde für umgerechnet rund 493 Mio. Euro dem Pensionsfonds der britischen Kodak-Mitarbeiter, dem größten Gläubiger von Kodak, übertragen. Zudem soll der Fonds auf Forderungen in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar (2,12 Mrd. Euro) verzichten.

Mit dem Verkauf des Filmgeschäfts kommt Kodak seinem Ziel, das Insolvenzverfahren abzuschließen, einen großen Schritt weiter. Die dafür notwendigen Unterlagen hat das Unternehmen am Dienstag bei einem New Yorker Insolvenz-Gericht eingereicht. Diese umfassen eine genaue Aufstellung der Reorganisationsmaßnahmen, den Business-Plan für den Neustart nach der Insolvenz, eine Zusammenfassung der Firmenhistorie sowie eine Beschreibung des Angebots für Gläubiger und Finanzprognosen. So sollen etwa die Gläubiger Aktien an dem neuen Unternehmen erhalten. Die Unterlagen thematisieren auch die jüngste Transaktion mit dem britischen Pensionsfonds.

Kodak rechnet mit einer gerichtlichen Anhörung Mitte Juni. Dann werde das Gericht darüber entscheiden, ob die Maßnahmen und Reorganizationspläne angemessen und zulänglich sind. Der Hersteller werde danach auch eine Abstimmung unter den Gläubigern über die Pläne ansetzen. Bis dahin will Kodak weiter mit dem Gläubiger-Komitee zusammenarbeiten, um deren Unterstützung für die Pläne zu erhalten. Dadurch könne es auch zu Ergänzungen oder Nachträgen zu den eingereichten Unterlagen kommen. 

Erstmals wieder in den schwarzen Zahlen

Nach dem Insolvenzantrag Anfang 2012 hatte sich Kodak in den vergangenen Monaten bereits von verschiedenen Geschäftsbereichen getrennt. So stieg das Unternehmen unter anderem aus der Produktion von Diafilmen, Kameras und Druckern für den Privatgebrauch aus. Zuletzt gelang Kodak nach dem Verkauf seiner Digitalbild-Patente nach langer Zeit wieder ein Gewinn. Im ersten Quartal verdiente der US-Konzern umgerechnet 217 Mio. Euro (283 Mio. US-Dollar) nach einem Minus von 366 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte gleichzeitig weiter um 9 Prozent auf 849 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Künftig will sich Kodak als Druckspezialist für Firmenkunden etablieren.

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