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Kodak strukturiert seine Druckplattenfertigung um

Neue regionale Fertigungsstrategie aufgrund des Erfolgs der prozessfreien Sonora; Werk in Leeds wird geschlossen
 

Das Kodak-Druckplattenwerk in Osterode am Harz.

Kodak hat in den Ausbau seiner Druckplatten-Fertigungskapazität investiert, um der wachsenden Nachfrage nach prozessfreien Platten der Marke Sonora zu entsprechen und alle Kunden bestmöglich bedienen zu können. Gleichzeitig beabsichtigt das Unternehmen, die Effizienz seiner weltweiten Druckplattenproduktion zu steigern und für sein gesamtes Programm an digitalen Platten einen besseren Kundenservice zu bieten. Auf der Strecke bei dieser Umstrukturierung der konzernweiten Druckplattenproduktion bleibt das Kodak-Werk in Leeds (Großbritannien), das seine Produktion Mitte 2015 einstellen wird.

Die prozessfreie Druckplatte Kodak Sonora wird gegenwärtig in Europa hergestellt und an Kunden in aller Welt geliefert. Kodak plant die Erhöhung dieser Produktionskapazität und den Start der Herstellung der Sonora-Platte an Standorten in Asien und Amerika. So wurde jüngst in Europa in das Werk in Osterode (Harz) investiert, wo eine aufgerüstete Hochgeschwindigkeits-Fertigungslinie die Produktionskapazität für die Sonora zur Abdeckung des wachsenden Verkaufsvolumens steigert. Bereits im November 2013 hat das Werk Osterode mit der Lieferung der Sonora an Kunden begonnen und die Produktionsmenge nimmt an diesem Standort laut Kodak Monat für Monat zu.

In Asien hat Kodak den Ausbau des Plattenwerks in Xiamen (China) abgeschlossen, in dem nun ebenfalls die Sonora-Platte hergestellt wird. Wie in Osterode steht auch in Xiamen eine Hochgeschwindigkeits-Produktionslinie zur Verfügung. Mit dieser erhöhten Kapazität kann Kodak die Nachfrage nach dem Produkt erfüllen. Zudem will Kodak noch einen Produktionsstandort auswählen, um Kunden in Nord- und Südamerika besser bedienen zu können.

Im Zuge seiner strategischen weltweiten Fertigungsplanung wird Kodak die Produktion in seinem Werk in Leeds (Großbritannien) einstellen. Dieser Prozess wird im dritten Quartal 2014 eingeleitet und soll bis Mitte/Ende 2015 abgeschlossen sein. Auch wenn in Leeds seit Langem hochwertige Produkte hergestellt würden: Nach den Investitionen im vergangenen Jahr könne die Kapazität des Werks Osterode die künftig noch wachsende Nachfrage aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika allein abdecken, so Kodak zur geplanten Schließung des Werks in Leeds. Den Mitarbeitern in Leeds würden Abfindungen und Hilfemaßnahmen zur beruflichen Neuorientierung angeboten. Kodak erwartet infolge all dieser Maßnahmen Gesamtaufwendungen in einer Höhe von 30 bis 40 Millionen US-Dollar. Davon sollen 20 bis 25 Millionen US-Dollar nicht in Form von Barmitteln, sondern im Zusammenhang mit beschleunigter Abschreibung und Abschreibungen auf Anlagen anfallen.

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