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Kodak behält sein Prosper-Inkjet-Geschäft

Randy Vandagriff wird neuer Präsident der Enterprise Inkjet Systems Division
 

Wie der Hersteller heute bekannt gab, wird Kodak sein Prosper-Inkjet-Geschäft behalten.

Kodak wird sein Prosper-Inkjet-Geschäft behalten. Das hat der US-amerikanische Hersteller gerade bekannt gegeben. Die Entscheidung sei nach einer eingehenden Prüfung der Geschäftsentwicklungen und zahlreichen Diskussionen mit möglichen Käufern gefällt worden. Angesichts der Entwicklungen im Geschäftsjahr 2016 war es, wie Kodak-CEO Jeff Clarke erklärte, "eine pragmatische Entscheidung". Prosper habe "gut performed" und bei den wiederkehrenden Umsätzen im Vergleich zu 2015 eine Steigerung um 40 Prozent erzielt. Das Unternehmen geht davon aus, dass die "Enterprise Inkjet Systems Division" in diesem Jahr profitabel sein werde, inklusive der Investitionen in die Ultrastream-Technologie.

Um die nächste Generation seiner Inkjet-Technologie voranzutreiben, habe Kodak bereits mit mehreren Partnern Absichtserklärungen vereinbart für die Entwicklung von neuen Anwendungen auf Basis von Ultrastream. Zudem werde der Hersteller 17 verschiedenen Firmen, darunter Goss China, Matti, Uteco und Mitsubishi Heavy Industries Printing & Packaging Machinery (MHI-PPM), Evaluations-Kits zur Verfügung stellen, damit diese die Integration der Ultrastream-Technologie in ihre Drucklösungen prüfen und testen können. Kodak rechnet damit, dass die ersten, auf Ultrastream-basierenden Produkte, im Jahr 2019 auf den Markt kommen werden.

Wie Clarke weiter erklärt, werde Kodak auch weiterhin alle Möglichkeiten evaluieren, den Aktionärswert durch Akquisitionen, Partnerschaften oder den Verkauf einzelner Geschäftsbereiche innerhalb des Portfolios zu verbessern. David Bullwinkle, Chief Financial Officer bei Kodak fügt hinzu, dass es durch den gesamten Verkaufsprozess im letzten Jahr ein starkes Interesse an dem Geschäft und der Technologie gegeben habe. Man habe verschiedene Angebote bekommen, jedoch hätten die Vorstellungen der Bieter nicht den heutigen Wert des Geschäfts widergespiegelt.

Nun werde Kodak seine Finanzergebnisse überarbeiten, um Prosper wieder in die fortgeführten Geschäftsaktivitäten innerhalb der Enterprise-Inkjet-Systems-Division aufzunehmen. Der Hersteller hatte Prosper in der Rechnungslegung als nicht fortgeführtes Geschäft und zum Verkauf stehenden Vermögenswert ausgewiesen. Die nun anstehende Aktualisierung und Neuklassifizierung soll mit den nächsten Quartalsergebnissen veröffentlicht werden.

Randy Vandagriff wird neuer Präsident der Enterprise Inkjet Systems Division

 
 

Randy Vandagriff

Zeitgleich mit der Bekanntgabe, das Prosper-Geschäft zu behalten, hat Kodak auch einen neuen Präsidenten für die Enterprise Inkjet Systems Division bekannt gegeben. Randy Vandagriff, der bereits seit 2004 an der Entwicklung von Kodaks Digitaldruckgeschäft beteiligt ist und auch bei der Ultratream eine wichtige Rolle gespielt habe, soll mit Wirkung zum 1. Mai neuer Präsident des Geschäftsbereichs werden. Vandagriff folgt damit auf Philip Cullimore, der das Unternehmen für ein Sabbatical verlassen werde.

Neue Berichtsstruktur

Mit Cullimores Weggang hat Kodak zudem eine neue Berichtsstruktur eingeführt. Die Micro-3D-Druck-Projekte innerhalb der Micro-3D-Printing-and-Packaging-Division (MPPD) sollen nun in eine neue Abteilung namens "Advanced Materials and 3D Printing Technology (AM3D) verschoben werden, die auch die Geschäfte der derzeitigen Intellectual Property Solutions Divisions einschließen werde. Die neue AM3D-Abteilung soll von Terry Taber, Chief Technical Officer, geleitet werden. Der schnell wachsende Bereich der Flexo-Verpackungen, die bisher Teil von MPPD waren, werden nun als eigener Geschäftsbereich ausgewiesen. Die "Flexographic Packagin Division" wird laut Kodak von Chris Payne als Präsident geleitet.

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