Weiterempfehlen Drucken

Im Chapter-11-Prozess: Kodak konzentriert sich auf den Akzidenz- und Verpackungsdruck

Die nächsten Schritte zur Restrukturierung des Unternehmens stehen fest
 

Kodak wird sich künftig auf Lösungen für den Akzidenz- und Verpackungsdruck sowie auch die Themen "Funktionales Drucken" sowie "Enterprise Services" konzentrieren.

Kodak hat die nächsten Schritte zur Bewältigung des Chapter-11-Verfahrens bekanntgegeben: Im Zuge der Restrukturierung wird sich das Unternehmen künftig auf Lösungen für den Akzidenz-, Verpackungsdruck sowie auf die Themen "funktionales Drucken" sowie Enterprise-Services konzentrieren. Die Geschäftsbereiche "Personalized Imaging" und "Document Imaging", in denen Kodak unter anderem das Scanner-Portfolio inklusive der zugehörigen Software und Services vertreibt, sollen verkauft werden. Ob das "Digital-Imaging"-Patentportfolio veräußert wird oder im Besitz von Kodak verbleiben kann, ist noch nicht entschieden.

Kodak will die Restrukturierung des Unternehmens sowie das Verfahren nach Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechtes im Laufe des nächsten Jahres abschließen. "Der Start des Verkaufsprozesses der Geschäftsbereiche 'Personalized Imaging' und 'Document Imaging' ist ein wichtiger Schritt in der Neu-Organisierung unseres Unternehmens", erklärt Antonio Perez, Vorstand und CEO von Kodak. "Zusätzlich werden wir die Bemühungen zur Kostenreduzierung sowie zur Straffung der Betriebsprozesse fortführen, um das Unternehmen wieder in die Wirtschaftlichkeit zu bringen."

 
 

Antonio Perez, Vorstand und CEO von Kodak.

Druckanwendungen und Enterprise Services sollen Kerngeschäft werden

Wie Perez weiter erklärt, wird sich Kodak auf den Commercial- und Verpackungsdruck sowie auf das funktionale Drucken und Enterprise Services konzentrieren. Diese Bereiche besitzen, so der CEO, weltweit gute Wachstums-Perspektiven und werden künftig das Kerngeschäft des Unternehmens darstellen. Zusätzlich werde Kodak weiterhin in den Bereichen "Consumer Inkjet", "Entertainment Imaging", "Commercial Film" sowie "Specialty Chemicals" tätig sein.

Kodak strebt den Verkauf der Geschäftsbereiche "Personalized Imaging" und "Document Imaging" an

Der Geschäftsbereich "Personalized Imaging" umfasst so genannte Retail System Solutions (RSS) für den Einzelhandel, wie zum Beispiel die weit verbreiteten Bilderdruck-Terminals, "Paper & Output Systems" (P&OS), unter denen zum Beispiel Fotopapipere sowie die klassischen Fotofilme vertrieben werden, sowie die "Event Imaging Solutions" (EIS). Hierunter fallen beispielsweise Souvenir- und besondere Fotoprodukte, wie sie in Themenparks oder anderen Veranstaltungen angeboten werden. Im Geschäftsbereich "Document Imaging" ist Kodaks Scanner-Portfolio, inklusive der zugehörigen Sofware und Kundenservices angesiedelt.

Digital-Imaging-Patentportfolio: Behalten oder Verkaufen?

Über den Verkauf des Digital-Imaging-Patentportfolios gibt es indes noch keine Entscheidung. Das Unternehmen befinde sich zwar weiterhin in Gesprächen mit potenziellen Käufern, habe sich aber noch nicht endgültig für einen Verkauf des Portfolios entschieden. Nach Absprache mit den Gläubigern sei es ebenso möglich, dass Kodak die Patente als alternative Erlösquelle behalte.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Mangel an Facharbeitern eine Herausforderung für die Druckindustrie

VDMB-Umfrage: 90 Prozent der Firmen haben Bedarf an Fachkräften
Fachkräftemangel

Die Auswirkungen des Mangels an Fachkräften auf die Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft sind gravierend. Das ist das Resultat einer Branchenumfrage des Verbandes Druck und Medien Bayern (VDMB) über die aktuelle Fachkräftesituation. Die Zahl der Druckbetriebe, die vom Fachkräftemangel beeinträchtigt sind, sei erneut deutlich angestiegen und mache sich häufig auch wirtschaftlich bemerkbar, schreibt der VDMB in einer Pressemitteilung.

» mehr

Druck&Medien Awards 2016: After-Show-Party

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2016 – Get-together und Dinner

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Gibt es in Ihrem Unternehmen Sport- und Gesundheitsangebote für Mitarbeiter?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...