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Kodak schließt Insolvenzverfahren erfolgreich ab

Unternehmen konzentriert sich künftig auf Imaging-Lösungen für B-2-B-Märkte
 

Im Zuge der Restrukturierung hatte sich die Eastman Kodak Company nicht nur von Geschäftsbereichen, sondern auch von Patenten und vielen Mitarbeitern trennen müssen. Nun hat das Unternehmen das Insolvenzverfahren abgeschlossen. Man befinde sich nun – als Technologieunternehmen, das sich auf Imaging-Lösungen für den B-2-B-Bereich konzentriert, wieder auf Wachstumskurs, wie CEO Antonio M. Perez erklärte.

Die Eastman Kodak Company hat nach gut eineinhalb Jahren das Insolvenzverfahren nach Chapter 11 erfolgreich beendet. Nach Abschluss der darin geforderten Restrukturierung und Reorganisation wird der Konzern künftig als Technologieunternehmen auftreten, das sich auf Imaging-Lösungen für B-2-B-Märkte, wie zum Beispiel die Verpackungsherstellung, den funktionalen Druck, die Druckindustrie sowie auf den Bereich Dienstleistungen konzentriert.

Kodak hat in den letzten Tagen und Monaten die letzten Schritte seiner Chapter-11-Restrukturierung abgeschlossen, darunter auch die Ausgliederung seiner Geschäftsbereiche "Personalized Imaging" und "Document Imaging" an den Kodak Pension Plan, einen seit Langem bestehenden Pensionsfonds der britischen Kodak-Tochtergesellschaft. Außerdem habe das Unternehmen eine Vereinbarung über die Finanzierung des Chapter-11-Ausstiegs in Höhe von 695 Millionen US-Dollar (rund 528 Mio. Euro) erfolgreich abgeschlossen, seine Sanierungs-Darlehensgeber und Anleihe-Inhaber (Second Lien) voll ausbezahlt und sein Bezugsrechtsangebot abgeschlossen, das zum Zufluss von 406 Millionen US-Dollar (rund 308 Mio. Euro) als Eigenkapital-Beteiligungen durch nicht besicherte Gläubiger führte.

Wie Kodak-CEO Antonio M. Perez erklärte, schlage das Unternehmen nun einen Aufwärtskurs ein. Man verfüge über die "richtigen Technologien zur richtigen Zeit, da die Druckmärkte verstärkt zu digitalen Verfahren übergehen". Kodaks Programm an Lösungen für den Offset-, Hybrid- und Digitaldruck werde es den Kunden erlauben, diesen Übergang in der von ihnen gewünschten Weise und Geschwindigkeit zu vollziehen.

Kodak hat das US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von New York über den Eintritt der Rechtswirkungen seines Reorganisationsplans benachrichtigt. Nach der Wirksamkeitserklärung des Plans werden laut Kodak alle zuvor ausgegebenen und ausstehenden Stammaktien und Anteile des Konzerns annulliert. Kodak habe Anteile einer neuen Kategorie von Stammaktien an die Teilnehmer des Bezugsrechtsangebots ausgegeben und werde, wie im Reorganisationsplan dargelegt, zusätzliche Anteile dieser neuen Kategorie von Stammaktien an unbesicherte Gläubiger ausgeben. Kodak erwartet, bis Ende September erste Anteile auf allgemeine unbesicherte Forderungen ausgeben zu können. Bei der US-Börsenaufsichtsbehörde werde das Unternehmen zudem einen Bericht auf dem Formblatt 8-K einreichen, der nähere Einzelheiten enthalten soll.

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