Weiterempfehlen Drucken

Kodak sucht Käufer für seinen Geschäftsbereich Prosper Enterprise Inkjet

Neue Kodak Ultrastream soll zur Drupa live gezeigt werden
 
Kodak Prosper 6000

Inkjet-Drucksystem Kodak Prosper 6000, das zum Beispiel für den Druck von Büchern, Zeitungen oder Mailings eingesetzt werden kann.

Die Eastman Kodak Company sucht einen Käufer für ihren Geschäftsbereich Kodak Prosper Enterprise Inkjet. Dies gab Kodak jetzt bekannt. Der Geschäftsbereich umfasst die Prosper Druckmaschinenplattform, die Eindrucksysteme der Prosper S-Serie und verwandte Produkte. Die Investmentbank Sagent Advisors und DC Advisory, eine europäische Unternehmensfinanzierungsberatung, an denen die japanische Investmentbank Daiwa Securities als Anteilseigner beteiligt ist, wurden von Kodak mit der Durchführung des Verkaufsprozesses beauftragt.

Philip Cullimore, President der Kodak Enterprise Inkjet Systems Divisions, gab in einem Gespräch mit print.de die Anzahl der installierten Prosper-Drucksysteme mit „50 bis 60“ an. Außerdem seien „über 1.200“ Prosper-Inkjet-Köpfe weltweit installiert. Der Geschäftsbereich zählt zu den Wachstumsbereichen von Kodak. 2015 wurden rund 81 Mio. US-Dollar umgesetzt, was ca. fünf Prozent des Kodak-Gesamtumsatzes entspricht. Laut Philip Cullimore entspricht dies 35 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr.

„Das Prosper-Geschäft besitzt erhebliches Potenzial für beschleunigtes Wachstum“, sagt auch Jeff Clarke, Chief Executive Officer von Kodak. „Um das volle wirtschaftliche Potenzial“ ausschöpfen zu können, sei es am besten, wenn Prosper von einem Unternehmen mit einer größeren Verkaufs- und Vertriebspräsenz in Digitaldruckmärkten forciert werde. „Verschiedene Unternehmen und deren Finanzrepräsentanten haben ihr strategisches Interesse am Prosper-Geschäft bekundet“, erklärte Clarke. „Wir werden während des Verkaufsprozesses weiter in Prosper investieren."

Kodak rechnet mit einem mehrere Monate dauernden Verkaufsprozess, erwartet aber besonders großes Interesse an dem zum Verkauf gestellten Geschäftsbereich durch die angekündigte Kodak Ultrastream Technologie, eines „Inkjet-Systems der nächsten Generation mit deutlich gesteigerter Leistung“. Philip Cullimore: „Ultrastream wird den Inkjet-Produktionsdruck zu einem etablierten Verfahren im Akzidenz- und Verpackungsdruckbereich machen.“ Kodak will Ultrastream auf der Drupa 2016 in Düsseldorf erstmals einem größeren Fachpublikum live demonstrieren.

Andere Geschäftsbereiche, mit denen Kodak in der Druckindustrie präsent ist – zum Beispiel die Kodak Versamark Systeme – sind von dem geplanten Verkauf der Prosper-Linie nach Aussage von Philip Cullimore nicht betroffen. Man habe Prosper zur Disposition gestellt, weil man sich für diesen Bereich aktuell das größte Interesse durch potenzielle Käufer erhofft.

Die Eastman Kodak Company befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung. Im Jahr 2012 hatte das Unternehmen, das zwar 1975 der Erfinder der Digitalkamera war, nach zahlreichen strategischen Fehlern Insolvenz und ein Gläubigerschutzverfahren beantragen müssen.

Anzeige

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Inno-Print Leipzig erfolgreich gestartet

Nachfolgeveranstaltung des Gutenberg-Symposiums widmet sich dem Wandel in der Druckbranche

Die Inno-Print Leipzig – Symposium für Druck-, Verpackungs- und Beschichtungstechnologie, fand in diesem Jahr Anfang November zum ersten Mal statt. Die Nachfolgeveranstaltung des langjährig durchgeführten Gutenberg-Symposiums hat sich den Wandel in der Druckbranche zum Motto gemacht, welches da heißt: "Drucken ist Vielfalt, Drucken ist Mehrwert".

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Aus Zweifel an den tarif- und arbeitsrechtlichen Bedingungen bei der Herstellung wurden in Dänemark 1.200 Wahlplakate eingestampft. Zurecht?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...