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Koenig & Bauer AG macht Gewinn

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2009 trotz Umsatzeinbruch

Der Würzburger Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) kann für das Geschäftsjahr 2009 einen Vorsteuergewinn von 2,7 Mio. Euro (2008: –87,1 Mio. Euro) und einen Jahresüberschuss von 6,6 Mio. Euro (2008: –101,0 Mio. Euro) verbuchen. Trotz des Umsatzeinbruchs von 31 Prozent ist es KBA gelungen, im Krisenjahr 2009 schwarze Zahlen zu schreiben und die Neuausrichtung auf einen kleineren Markt ohne Schulden zu bewältigen. Dank dieser Neuausrichtung konnte das Unternehmen 2009 über 100 Mio. Euro einsparen.
Nach einem operativen Verlust von –79,9 Mio. Euro im Vorjahr erzielte KBA schon in 2009 mit +8,7 Mio. Euro wieder ein positives Betriebsergebnis.
Wie im Vorjahr schrieb die Sparte Rollen- und Sondermaschinen trotz des rückläufigen Anlagen- und Spezialmaschinenbaus mit 31,8 Mio. Euro Betriebsgewinn schwarze Zahlen. Wesentlich trugen dazu die Sicherheitsdrucktechnik und das Servicegeschäft bei. Im Geschäftsbereich Bogenmaschinen entstand nochmals ein Betriebsverlust von –23,1 Mio. Euro. Dieser war niedriger als geplant und geringer als im Vorjahr (2008: –188,4 Mio. Euro).
Auf Konzernebene verzeichnete KBA gegenüber 2008 (1.241,5 Mio. Euro) einen Auftragsrückgang um 28,8 % auf 883,9 Mio. Euro. Mit einem Minus von 22,4 % auf 464,6 Mio. Euro (2008: 598,5 Mio. Euro) sanken die Neubestellungen im Segment Bogenmaschinen unterdurchschnittlich. Dagegen ging durch die starke Investitionszurückhaltung der Zeitungsindustrie und der Akzidenzdrucker das Geschäft mit großen Rotationsanlagen überproportional zurück.
Das Marktsegment Sicherheitsdruck hat sich stabil entwickelt. Insgesamt unterschritten die Neuaufträge bei Rollen- und Sondermaschinen mit 419,3 Mio. Euro das Vorjahr (643,0 Mio. Euro) um 34,8 %.
Mit 1.050,4 Mio. Euro erreichte der Konzernumsatz nur gut zwei Drittel des Wertes von 2008 (1.531,9 Mio. Euro). Die Tiefe des globalen Markteinbruchs wird am Auftragsbestand Ende 2009 deutlich. Mit 335,0 Mio. Euro (2008: 501,5 Mio. Euro) erreichte er den niedrigsten Wert seit vielen Jahren. 242,8 Mio. Euro entfielen auf Rollen- und Sondermaschinen und 92,2 Mio. Euro auf Bogenmaschinen.
Im Zuge der Neuausrichtung auf einen kleineren Markt ging die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern um 869 auf 6.969 (2008: 7.838) zurück.
Für 2010 erwartet KBA dass sich die „konjunkturelle Nachfragedämpfung“ auflösen wird. Die Drucktechnik soll das Kerngeschäft des Unternehmens bleiben, allerdings sollen durch den Einstieg in ein zusätzliches Marktsegment weitere Ertrags- und Entwicklungspotenziale erschlossen werden.

Koenig & Bauer AG http://www.kba-print.de

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