Weiterempfehlen Drucken

Koenig & Bauer prüft Einstieg in Solartechnik

Neue Geschäftsfelder sollen bessere Rendite erzielen

Die Koenig & Bauer AG will sich vom Druckmaschinenbau unabhängiger machen und prüft den Einstieg in völlig neue Geschäftsfelder. In einem Gespräch mit der Börsen-Zeitung sagte Vorstandschef Helge Hansen: »Wir erwägen, in die Verpackungstechnik, in die Wasseraufbereitung oder in die thermische Solartechnik einzusteigen«. Dabei denke KBA vor allem an Zukäufe. »Im nächsten halben Jahr planen wir die erste, größere Akquisition«.
Nach Überprüfung mehrerer Geschäftsfelder sei vor allem die Solartechnik als interessantes Wachstumsfeld befunden worden. KBA entwickle und fertige bereits keramische Wärmespeicher für Solarthermie-Kraftwerke. »Derzeit verhandeln wir auch eines der bekannten Desertec-Projekte«. Dies sei der Anstoß gewesen, um nun zu prüfen, ob KBA nicht auch in größerem Umfang in diesen Markt einsteigen könne. Neben der Verpackungstechnik erscheine auch die Wasseraufbereitung attraktiv. Sie werde künftig ein heiß umkämpfter Markt mit attraktiven Gewinnmargen sein. Zwar gebe es in der Wasseraufbereitung ebenso wie bei der Solarthermie keine großen Schnittstellen zum Druckmaschinenbau. Die Ingenieure von KBA brächten das Basis-Know-How für solche Aufgaben mit, das dann mit von außen kommender Expertise ausgebaut werden könne. Im Werk in Radebeul lägen beispielsweise zur Zeit erhebliche Produktionskapazitäten brach.
Zu den Gründen für die Neuorientierung sagte Hansen: »Die neuen Geschäftsfelder sollten eine deutlich bessere Rendite als im Druckmaschinen-Bereich erzielen. In einer überschaubaren Zeit wollen wir ebenso viel Ertrag in den neuen Geschäftsbereichen erwirtschaften wie mit Druckmaschinen«. Der Druckmaschinenbau solle dennoch ein wichtiges Kerngeschäftsfeld bleiben. Dies bestätigte Klaus Schmidt, Director Marketing /Corporate Communications bei KBA, gegenüber Deutscher Drucker der noch einmal die Bedeutung des Geschäftsfeldes für den Druckmaschinenhersteller betonte.
Zu den Entwicklungen im Druckmaschinenbau sagte der KBA Vorstandschef, dass das Marktvolumen für Druckmaschinen von 9,2 Mrd. Euro in Boomzeiten auf derzeit nur noch gut 4 Mrd. Euro weltweit geschrumpft sei. »Mittelfristig erwarten wir wieder 8 Mrd. Euro, aber die Spitzenwerte des Booms werden nicht wieder erreicht«, erklärte Hansen.

Koenig & Bauer AG http://www.kba-print.de

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Igepa: Preiserhöhungen ab Januar 2018

Stark steigende Zellstoff- und Energiekosten werden als Grund genannt

Die Fachhandelsgruppe Igepa Group wird ab dem 2. Januar 2018 die Preise für grafische Papiere, Karton und Office-Papiere aus ihrem Sortiment erhöhen. Als Grund werden stark steigende Zellstoff- und Energiekosten angegeben, die bei den Papierherstellern zu erhöhten Produktionskosten führen würden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. 

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Verschenken auch Sie personalisiert gedruckte Produkte zu Weihnachten?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...