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Koenig & Bauer schreibt schwarze Zahlen

Halbjahresbericht 2012: Mehr Umsatz, aber insgesamt weniger Aufträge
 

Mit der neuen Digitaldruckanlage RotaJET 76 will KBA mittelfristig den geschrumpften Rollenoffset-Markt teilweise kompensieren.

Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) hat nach dem ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn von 4,5 Mio. Euro verbucht. Dies teilte das Unternehmen in seinem Halbjahresbericht 2012 mit. Im Vorjahreszeitraum war es noch ein Verlust von 14,7 Mio. Euro gewesen. Der Konzernumsatz der KBA-Gruppe legte im ersten Halbjahr 2012 um 15,9 Prozent auf 590,5 Mio. Euro zu. Wie der Druckmaschinenhersteller weiter bekannt gab, führten der höhere Umsatz und die auf 29 % gestiegene Bruttomarge gegenüber 2011 zu einem Sprung des Betriebsergebnisses von –7,3 Mio. Euro auf 13,6 Mio. Eiuro. Der Auftragsbestand Ende Juni übertraf trotz geringerer Bestellungen im Anlagenbau mit 814,5 Mio. Euro den Vorjahreswert von 614,0 Mio. Euro. Der Auftragseingang im Konzern unterschritt mit 579,3 Mio. Euro den Wert des Vorjahres (682,9 Mio. Euro).

Bei den Rollen- und Sondermaschinen trugen Anlagen für den Wertpapier-, Zeitungs- und Akzidenzdruck sowie Kennzeichnungssysteme für diverse Industriebranchen zum Umsatzanstieg um 38,2 % auf 347,5 Mio. Euro bei (2011: 251,5 Mio. Euro). Dagegen lag der Segmentumsatz bei Bogenoffsetmaschinen mit 243,0 Mio. Euro nach sechs Monaten hinter dem Vorjahr (2011: 258,2 Mio. Euro).

Wegen "der von der Drupa ausgehenden Sonderimpulse" verbuchte KBA im zweiten Quartal bei Bogenoffsetmaschinen mit 211,1 Mio. Euro einen sehr hohen Auftragseingang. Über die gesamte Berichtsperiode stiegen die Bogenaufträge um 17,4 % auf 364,0 Mio. Euro. Dagegen lagen die Bestellungen im Segment Rollen- und Sondermaschinen mit 215,3 Mio. Euro "aufgrund der Investitionszurückhaltung bei Rotationsanlagen" unter dem Vorjahreswert von 372,8 Mio. Euro.

Zum 30. Juni 2012 beschäftigte die KBA-Gruppe 6.252 Mitarbeiter, darunter 329 Auszubildende. Ohne die neu konsolidierte Schweizer Tochtergesellschaft Print Assist AG lag die Zahl der Beschäftigten um 134 unter dem Vorjahr. Durch Altersteilzeitregelungen und andere Maßnahmen soll die Konzernbelegschaft nach eigenen Angaben in naher Zukunft unter die 6.000er Grenze sinken.

Exportquote fast bei 90 %

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, erhöhte sich, bei einem gegenüber 2011 um 18,6 % niedrigeren Inlandsumsatz, die Exportquote auf 89,7 %. Getrieben durch China, erreichte das in der Region Asien/Pazifik erzielte Umsatzvolumen mit 27,4 % fast den Anteil des europäischen Auslands von 28,6 %. Auf Mittel-, Südamerika und Afrika entfielen 26,7 % des Umsatzes. Dagegen sank die Regionalquote Nordamerikas von 8,3 % auf 7,0 %.

Prognose für 2012

Das Management teilte mit, dass es weiter an seinen Zielen für 2012 festhalte. Diese beinhalten ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich auf über 1,2 Mrd. Euro sowie eine Verbesserung des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT). Bei seiner Prognose gehe der Vorstand davon aus, dass das kürzlich erweiterte Kostensenkungsprogramm wie geplant umgesetzt werden könne und sich die gesamtwirtschaftliche Lage nicht kurzfristig grundlegend verschlechtert.

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