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Komori und Screen GP bauen am „Workflow der Zukunft“

Betatests in japanischer Druckerei, die bis 2025 eine „IoT-Smart-Factory“ werden will, laufen bereits
 

Ein integriertes Workflowsystem für hybride Fertigung, das die automatisierte Printproduktion weiter in Richtung Smart Factory voranbringen soll: Komori und Screen GP arbeiten in in Japan in Praxistests bei Mizukami Insatsu daran.

Die Komori Corporation und Screen Graphic and Precision Solutions (Screen GP) haben die gemeinsame Entwicklung an einer neuen, integrierten Workflowlösung abgeschlossen, die die Automatisierung aller Verarbeitungsprozesse in der Printproduktion – von der Vorstufe über den Druck bis hin zur Weiterverarbeitung – maßgeblich voran bringen soll. Die beiden Partnerunternehmen haben besagten Workflow bereits bei Mizukami Insatsu Co., Ltd. (Tokio/Japan) installiert, wo er derzeit im Betatest läuft.

Da die Kundenbedürfnisse immer breit gefächerter und deren Umsetzung immer eiliger werden, stehen Druckunternehmen heute immer stärker unter Termindruck. Der Bedarf an effizienteren Workflows, die Offset- und Digitaldrucksysteme gleichermaßen berücksichtigen, um ein möglichst breites Anforderungsprofil der Kunden möglichst „schlank“ abdecken zu können, ist groß. Um dieser Forderung des Marktes gerecht zu werden, haben Komori und Screen GP in enger Zusammenarbeit eine Softwarelösung entwickelt, die Komoris Drucksteuerungssoftware KP-Connect Pro (früher: K-Station 4) und die aktuellste Version 5.0 von Screens durchgängiger Workflow-Plattform Equios miteinander verbindet.

Zum Einsatz kommt dieser übergreifende Workflow derzeit in Betatests bei Mizukami Insatsu in Tokio, wo er die Automatisierung entlang eines hybriden Produktionsprozesses verbessern soll, der einen Platerite-CtP-Belichter, eine Bogenoffsetdruckmaschine Lithrone G sowie ein Bogen-UV-Inkjet-Digitaldrucksystem Impremia IS29 umfasst. Diese Maschinen werden gleichzeitig mit Druckweiterverarbeitungsmaschinen per JDF vernetzt. Unter dem Strich soll ein Workflow ins Leben gerufen werden, der eine übergreifende, integrierte Kontrolle der Prozesse von der Vorstufe bis hin zum Finishing im Sinne von Smart Automation unterstützen soll.

Eines der wichtigsten Ziele, die der Druckdienstleister Mizukami Insatsu verfolgt, ist die Schaffung einer Smart Factory-Produktion bis zum Jahr 2025. Sämtliche Maschinerie, Peripheriegeräte und Prozesse im Unternehmen sollen unter Nutzung von Internet-of-Things-Konzepten (IoT) so miteinander verbunden werden, dass eine drastisch verbesserte Transparenz im Echtzeitbetrieb ermöglicht wird. Ein einzelner „Supervisor“ soll zahlreiche Systeme, Zeitarbeiter, Robotics und künstliche Intelligenz gleichzeitig „steuern“ können. Die Vision dahinter ist, eine Smart Factory auf die Beine zu stellen, bei der eine Druck-Logistikkette der „nächsten Generation“ zum Einsatz kommt, um in „wahrlich neue Dimensionen der Produktivität“ vorstoßen zu können. Das Betatest-Projekt zusammen mit Komori und Screen GP sei im Prinzip der erste Schritt zur Realisierung dieser Vision.

Hintergrundinformation:

  • Komori KP-Connect Pro ist eine Drucksteuerungssoftware, positioniert zwischen dem MIS und der Produktion. Hier soll die Software (direkt verbunden mit sämtlicher Komori-Produktionstechnik) für Transparenz innerhalb der komplexen Prozessinformationen sorgen und es allen Bedienern ermöglichen, die aktuellsten Produktionsdetails miteinander zu teilen.
  • Equios ist ein hybrides Workflowsystem, das die technischen Kenntnisse über Prepress- und Druckprozesse von Screen mit dem hauseigenen Know-how der Inkjet-Technologie verbindet. Aktuelle RIP-Technologie, Farbmanagement abhängig von Papierinformationen sowie weitreichende Ausschießfunktionalität kennzeichnen die Lösung, die auf diese Weise als Kontrollcenter für zahlreiche Drucksysteme dienen kann.
     

(Was sind im Allgemeinen die größten „Bremsen“ für die Workflow-Automatisierung?
Erfahren Sie hier mehr darüber! )

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