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Konjunktur: Geschäftslage weiter negativ, Erwartungen im Plus

BVDM-Konjunkturtelegramm für Juli 2014
 

Die konjunkturelle Lage der deutschen Druck- und Medienindustrie, von August 2012 bis Juli 2014 (Grafik: BVDM).

Die aktuelle Geschäftslage der Druckunternehmer hat sich im Juli 2014 noch weiter verschlechtert. Das zeigt das Konjunkturtelegramm des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM) für den Monat Juli. Die Daten basieren auf einer monatlichen repräsentativen Umfrage, die das Münchner Ifo-Institut bei rund 300 Betrieben in Deutschland durchführt.

Ihre gegenwärtige Situation beurteilen nur 18 % der befragten Betriebe als gut, 22 % hingegen als schlecht. Die daraus resultierende Differenz der Prozentanteile in Höhe von -4 % (der sogenannte Saldowert) sinkt damit im Juli noch weiter ins Minus. Der Abwärtstrend der letzten Monate (April: 14 %, Mai: 7 % sowie Juni: -1 %) scheint sich jedoch abzumildern und lässt laut BVDM Platz für Optimismus. Auch der Vergleich zu den Lagebeurteilungen der letzten zwei Jahre (Juli 2012: -21 % und Juli 2013: -26 %), in denen jeweils im Juli das Jahrestief erreicht worden war, lässt laut BVDM hoffen, dass die Talsohle für 2014 erreicht ist.

Der Saldowert für das gesamte Verarbeitende Gewerbe weist mit 21 % ebenfalls einen leichten Rückgang bei der Beurteilung der aktuellen Situation zum Vormonat (24 %) auf.

Erneut gestiegen sind die Geschäftserwartungen für das nächste halbe Jahr. Sie liegen mit einem Saldowert (Differenz zwischen den Prozentanteilen der Antworten „eher günstiger“ und „eher ungünstiger“) von 4 %, nach 0 % im Vormonat, wieder deutlich im Plus. Die Hersteller von Druckerzeugnissen scheinen sich somit auf die sich anbahnende Herbst- bzw. Wintersaison einzustellen und sehen einen weiteren Grund für Optimismus hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage. Ein Anteil von 86 % aller Umfrageteilnehmer erwartet eine „eher günstige“ oder zumindest „etwa gleichbleibleibende“ Konjunktur. Im Vormonat betrug dieser Anteil noch 81 %.

Das Geschäftsklima – ein geometrischer Mittelwert aus der aktuellen Geschäftslagebeurteilung sowie den Geschäftserwartungen – hat sich gegenüber Juni (-1 %) zum wiederholten Mal leicht verbessert und ist mit 0 % weiterhin sehr ausgewogen.

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