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Konjunktur: Stimmung im September gedrückt

Saisoneinfluss unter Durchschnitt, analog Entwicklung im Vormonat
 

Die konjunkturelle Lage der deutschen Druck- und Medienindustrie, von September 2013 bis September 2015.

Anfang Herbst hellt sich die Stimmung in der deutschen Druck- und Medienindustrie für gewöhnlich saisonbedingt auf. Im September 2015 fiel jedoch der Saisoneinfluss unterdurchschnittlich aus, analog der Entwicklung im Vormonat. Dies zeigt das Konjunkturtelegramm der Deutschen Druck- und Medienindustrie, das monatlich vom Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM) herausgegeben wird. 

Entsprechend ging der saisonbereinigte Index der Geschäftslagebeurteilungen von 114,6 im August auf 111,9 Zähler (-2,7 %) und damit annähernd auf das Niveau der Frühjahres 2015 zurück.

Vergleichsweise entwickelte sich die Produktion. 81 % der Unternehmer gaben an, ihre Produktionsentwicklung im Vormonat sei gleich geblieben oder angestiegen. 19 % meldeten sinkende Produktionstätigkeit (Vorjahreswerte: 92 % bzw. 8 %). So fehle es an positiven Impulsen aus den vorgelagerten Branchen wie dem Verlagswesen und der Werbewirtschaft. Aber auch aus der gewerblichen Wirtschaft sei im bisherigen Jahresverlauf kein positiver konjunktureller Impuls ausgegangen.

Die saisonbereinigten Geschäftserwartungen der Drucker für die nächsten sechs Monate trübten sich laut Konjunkturtelegramm im September 2015 ein. Der entsprechende Index baute gegenüber dem Vormonat 5,9 Punkte ab und markierte mit 91,1 Zählern das zunächst niedrigste Niveau in diesem Jahr.

Begleitet wurden die 6-Monats-Erwartungen mit gegenüber den Vorjahreswerten gesunkenen 3-Monats-Erwartungen bezüglich der Produktionspläne und Verkaufspreise. Leicht positiver als im Vorjahr entwickelten sich dagegen die Erwartungen für das Auslandsgeschäft in den kommenden drei Monaten.

Der saisonbereinigte Geschäftsklimaindex der Druckindustrie – ein geometrisches Mittel der Geschäftslagebeurteilung und der Geschäftserwartungen – ging im September 2015 gegenüber dem Vormonatswert um 4,5 Prozent auf 101,0 Punkte zurück und damit auf das annähernd gleiche Niveau wie im März 2015. 

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