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Konjunktur im Dezember: Beurteilung der Geschäftslage erreicht Jahreshoch

Geschäftsklima klettert nach schlechtem November-Wert auf ausgewogene Nulllinie zurück
 

Die Stimmung und Geschäftslage hat sich im Dezember noch einmal aufgehellt und ihr Jahreshoch erreicht.

Zum Jahresende 2014 hat sich die Konjunktur der deutschen Druckindustrie aufgehellt. Laut dem Ifo-Konjunkturtest stieg die Stimmung bzw. Geschäftslagebeurteilung von befragten Druckunternehmern zuletzt um einen Prozentpunkt auf 22 %. Damit wurde im Jahr 2014 ein neues Hoch erreicht, das jedoch unter dem Hoch des Vorjahres liegt (Dezember 2013: 25 %). Der Anteil der Befragten, die ihre Lage als befriedigend oder gut einschätzten, stieg gegenüber November um 7 Prozentpunkte auf 93 %. Lediglich 7 % beurteilten ihre Lage als schlecht.

Ein wesentlicher Treiber der Hochstimmung scheint die von Druckereien richtig eingeschätzte Entwicklung der Auftragsbestände in den Vormonaten gewesen zu sein, die zusätzlich durch eine stabile, leicht anziehende Nachfrage gestützt wurde. Im Allgemeinen zehre das Druckgewerbe von den Ende Herbst signifikant zugenommenen Auftragseingängen. 64 % der Druckereien gaben an, mit Überstunden zu arbeiten (Juni 2014: 43 %), zum Teil sogar mehr als betriebsüblich.

Die Stimmung in der Gesamtindustrie dagegen blieb auch im Dezember auf dem Niveau des Vormonats (11 %). Getragen von vergleichsweise gleichbleibenden in- und ausländischen Auftragsbeständen endete das Jahr 2014 für das verarbeitende Gewerbe, nach einem positivem Frühjahr und negativem Sommer sowie Herbst, weniger dynamisch.

Die Geschäftserwartungen der Druckereien für das kommende erste Halbjahr 2015 vollzogen im Dezember eine Trendwende. Nach einem stetigen Rückgang von Juli 2014 (4 %) bis November (-45 %) stieg der Saldo der Erwartungen um 24 Prozentpunkte auf derzeitige -21 %. Dem neuen Jahr sahen 30 % der Befragten pessimistisch, 61 % gleichbleibend und nur 9 % optimistisch entgegen.

Der Grund für den Erwartungsumschwung dürfte in dem sich gegenüber dem Vormonat verbesserten erwarteten Exportgeschäft liegen. Aber auch die wachsenden Exportaussichten der deutschen Gesamtindustrie beeinflussten wohl die Erwartungen von Druckereien. Trotzdem blieben die Erwartungen stark im Minus. Die Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass die Verkaufspreise von Druckerzeugnissen weiter sinken und die Produktion zurückgefahren wird – so zumindest in den kommenden drei Monaten. Auch aus dem Werbemarkt kamen keine zusätzlichen Impulse, heißt es im Konjunkturtelegramm des BVDMs.

Das Geschäftsklima – ein geometrisches Mittel der Geschäftslagebeurteilung und Geschäftserwartungen – kehrte nach dem außergewöhnlich starken Rückgang im November (-15 %) wieder Richtung seiner ausgewogenen Nulllinie auf -1 % zurück.

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