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Kraft Druck: Erste Angebote von Interessenten

Das Ettlinger Unternehmen hatte im April den Insolvenzantrag gestellt
 

Für den Standort Ettlingen gibt es bereits erste Interessenten.

Für die Kraft Druck GmbH mit Hauptsitz in Ettlingen bei Karlsruhe und einem weiteren Standort bei Spaichingen ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Zum Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Karlsruhe den bisherigen vorläufigen Verwalter Holger Blümle von Schultze & Braun. Für beide Standorte soll es erste Interessenten geben.

Auch im eröffneten Verfahren läuft der Geschäftsbetrieb unverändert weiter. „Kraft Druck ist dank der sehr positiven Resonanz und Unterstützung der Lieferanten und Kunden weiter vollumfänglich handlungs- und lieferfähig“, berichtet Blümle. Sowohl für den Standort Ettlingen als auch für den Standort Spaichingen gebe es erste Interessenten, heißt es in einer Pressemitteilung der Anwaltskanzlei.

„Wir haben im Rahmen eines M&A-Prozesses mehr als 100 mögliche Investoren angesprochen. Es sind mehrere Interessenten vorhanden und ein erstes Angebot liegt bereits vor. Jetzt geht es darum, diese in Gesprächen weiter zu konkretisieren und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“, so Blümle weiter. Ziel sei es, das Unternehmen und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Dafür seien auch die betriebsinternen Restrukturierungsmaßnahmen in den vergangenen Wochen weiter vorangetrieben worden.

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Leserkommentare (3)

Heekerens und Realist | Dienstag, 26. Juli 2016 16:36:03

Stellungnahme

Jetzt beide mal ganz ruhig werden.
Realist hat grundsätzlich die Sache ja auf den Punkt getroffen, dass die Problematik Insolvenzverwaltung in der Druckbranche zumindest hoch problematisch ist und das vermeintliche Wachsen wirtschaftlich angeschlagener Firmen in der Regel keine Lösung darstellt. Insgesamt etwas blümerant geschrieben, aber Kenntnisse der Branche scheinen vorhanden zu sein.
Gerade im Südwesten gab es schon einige Belege gegen Wachstumsstrategien. Nach meinen Kenntnissen hat die VVA in Düsseldorf damals die Druckerei Wesel aus Baden-Baden integrieren müssen, damit diese nicht insolvent ging. Grund hierfür waren zu hohe Kosten, schwacher Vertrieb mit Billigpreisen, aber übertriebene Qualitätsansprüche und der hohe Anteil an Fachzeitschriften im Portfolio. Dann wurde die ebenfalls problematische Konkordia Druck in Bühl auch noch integriert. Soll ein sehr gewerkschaftlich orientierter Betrieb mit wenigen guten Mitarbeitern, aber hoher Kostenstruktur in Horrorgebäude gewesen sein.
Ergebnis. Druckerei Wesel und Konkordia Druck haben letztlich mit zum Zusammenbruch der VVA-Gruppe geführt. Wer es letztlich schuld war, ist doch eh egal. Man sieht Wachstum ist nicht alles.

Dietmar Heekerens | Freitag, 08. Juli 2016 16:06:03

Realist

Kritik ist schon ok, sollte aber sachlich, fundiert und, wenn es um handelnde Personen geht, respektvoll sein. Soviel Zeit muss bleiben. Auf einzelne teils doch recht unfreundliche Formulierungen wie dreamteam, Grottenolme etc. möchte ich gar nicht eingehen. Da realist aber doch zu meinen scheint, über Branchenkenntnisse zu verfügen, sollte er auch wissen, dass in der stark unter Druck stehenden Branche einer der wenigen Erfolg versprechenden Strategien "Wachsen oder Weichen" heißt. Das hat Kraft Druck gemacht, steht jetzt aber sicher in einer schwierigen Lage. Nicht von jeder Entscheidung lässt sich im vorhinein absehen, ob sie erfolgreich ist. Aber diese Entscheidungen sind für das Unternehmen aus meiner Sicht absolut alternativlos gewesen. Wir als Kunden und Partner kennen Kraft Druck seit vielen Jahren als sehr zuverlässigen, kompetenten und seriösen Dienstleister, zu dem wir jetzt erst recht loyal stehen. Übrigens werden wir ganz überwiegend betreut durch das "dreamteam von wesel" - und das ganz exzellent ...

Realist | Mittwoch, 06. Juli 2016 09:26:03

Toll und unglaublich

Ist ja schon Wahnsinn, dass der Insolvenzverwalter über 100 mögliche Investoren angesprochen hat. Wer auch nur über rudimentäre Kenntnisse der Druckbranche verfügt, stellt sich die ernsthafte Frage, wie kommt diese Zahl zustande. Vermutlich reines Wunschdenken und Trommeln in eigener Sache.
Wenn man sich dann das Unternehmen Kraftdruck mal genauer anschaut, fällt doch einiges auf:
1. zunächst zwei Unternehmen zusammengefügt, mit dem Displaywerk in Spaichingen und dem Akzidenzdruck in Ettlingen, was ja nicht zwingend zusammengehört.
2. In der nächsten Stufe wurde ein dreamteam aus der Insolvenz der Firma Wesel aus Baden-Baden reingeholt, alles in der vergeblichen Hoffnung auf Aufträge mit vernünftigem Preisniveau.
3. Zum Finale wurde dann mit Engelhardt&Bauer wieder ein Unternehmen aus einer Insolvenz dazugepackt.
Genau wie drei blinde Grottenolme nicht plötzlich zu einem sehenden Adler werden, sieht es hier aus. Zumal sich Grottenolme in der Regel noch verstehen, die Beteiligten aus den zusammengekauften Firmen jedoch nicht.
4. Die Zusammensetzung und fachliche Qualifikation des Managements lässt sich anhand des vorherrschenden Nachnamens ja leicht nachvollziehen.
Da hat sicherlich der Insolvenzverwalter schon seinen Spaß mit, alles eben eine Frage der Kraft!

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