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Kundenindividuelle Massenproduktion im Digitaldruck ist auf dem Vormarsch

Drupa Global Insight Report untersucht die Auswirkungen des Internets auf Print
 

Die ersten Ergebnisse des Drupa Global Insight Reports zeigen die Potenziale von Print auf.

Ob Fotobücher, Kalender, Schreibwaren, Werbeartikel oder T-Shirts, ob kleine oder große Auflagen – die kundenindividuelle Massenproduktion im Digitaldruck ist auf dem Vormarsch. Das hat der Drupa Global Insights Report zum Thema „Die Auswirkungen des Internet auf Print – die digitale Flut“ ergeben. Rund 1.100 internationale Top-Entscheider der Druckindustrie nahmen im Frühjahr 2014 an der Online-Befragung teil. Die Studie zeigte außerdem den aktuellen Stellenwert des E-Commerce sowie einen steigenden Anteil an interaktiven Verpackungen auf.

Inwieweit Big Data, Web-to-Print, variabler Datendruck, internetgestützte Tools wie Augmented Reality und QR-Codes oder smarte Technologien wie Printed Electronics und Near Field Communication den Stellenwert gedruckter Produkte prägen und beeinflussen zeigen die ersten Ergebnisse des Drupa Global Insight Reports. Den daraus entstehenden Herausforderungen und Chancen müssen sich nicht nur Druckdienstleister und die Zulieferindustrie stellen, sondern auch die Auftraggeber. Die drei wichtigsten Erkenntnisse der Befragung drehen sich um die Themen E-Commerce, kundenindividuelle Massenproduktion und Interaktiver Druck.

Der Stellenwert des E-Commerce

Angesichts der weltweiten Relevanz des E-Commerce stellt sich die Frage, ob und inwieweit Druckdienstleister diesen selber nutzen. Immerhin sei das bei 52 Prozent des Drupa-Expertenpanels der Fall: Sie bieten elektronischen Handel in seiner naheliegenden Form an: als Web-to-Print oder Digital Storefront. Von diesen Möglichkeiten wird aber nur in geringem Umfang Gebrauch gemacht; lediglich 14 Prozent wickeln laut der Studien-Ergebnisse mehr als 25 Prozent ihrer Aufträge darüber ab. Eine positive Ausnahme bilde das Segment der Kataloge: Versionalisierte oder personalisierte Kataloge, kombiniert mit interaktiven Elementen sind laut Drupa Global Insight Report ein Erfolgsrezept. So berichten 60 Prozent der Katalogdrucker im Drupa-Expertenpanel über ein Wachstum in diesem Segment.

Siegeszug kundenindividueller Massenproduktion

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie lautet: die kundenindividuelle Massenproduktion im Digitaldruck setzt sich durch. Weltweit bieten bereits jetzt 72 Prozent der befragten Akzidenzdruckereien den variablen Datendruck an, in Nordamerika ist die Quote mit 87 Prozent sogar noch höher. Zwar sei der Anteil variabler Seiten derzeit noch gering, aber 56 Prozent der Befragten erwarteten in Zukunft ein moderates bis schnelles Wachstum dieses Bereiches. Das werde zudem durch die Drupa-Trendbefragung vom Herbst 2013 bestätigt: 38 Prozent der befragten Akzidenzdruckereien und 32 Prozent der befragten Verlagsdruckereien weltweit gaben damals an, vorrangig in den digitalen elektrofotografischen Einzelblattdruck in Farbe investieren wollen.

Interaktiver Druck in Publishing und Packaging auf dem Vormarsch

Immer stärker von den Kunden eingefordert werden laut Drupa Global Insight Report Interaktion, Crossmedia-Kampagnen mit Datenerfassung/-analyse sowie die Nutzung von mehreren Kanälen (PURL’s, E-Mail, SMS). Dabei reiche das Spektrum der angewandten Technologien von QR-Codes, über allgemeinere „Smart-Print-Optionen“ bis hin zu Augmented Reality oder Near Field Communication. Ein Drittel aller Befragten bietet bereits interaktiven Druck an – soll heißen: Sie drucken interaktive Responseelemente auf Publikationen, Geschäfts- und Werbedrucksachen, Verpackungen, Outdoorwerbung oder Großformatdrucke. Erwartungsgemäß waren die regionalen Unterschiede auch hier sehr groß: In Nordamerika bieten bereits 44 Prozent aller befragten Druckdienstleister den interaktiven Druck an, während das in Nahost bei gerade einmal 3 Prozent der Fall ist. Auch im Verpackungssektor nutzt bereits ein erheblicher Anteil des Drupa-Expertenpanels internetgestützte Tools. 50 Prozent aller Verpackungsdruckereien setzen QR-Codes ein, 43 Prozent nutzen variable Inhalte, und 41 Prozent der befragten Druckereien personalisieren gedruckte Verpackungen.  

Der Drupa Global Insight Report

Basis der aktuellen Studie ist ein über 30-teiliger Fragenkatalog zu den unterschiedlichsten Aspekten. Der Einsatz von CRM, Digital Asset Management und VDP wurde genauso untersucht wie die Automatisierung des Workflows, der Einsatz von E-Commerce und Web-to-Print in der Druckindustrie oder die Kompetenz in Sachen IT. Doch wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung der Druckindustrie auf den Einsatz der unterschiedlichen Bedruckstoffe (Papier, Wellpappe, Folien, Metall oder Glas) aus? Auch dies untersucht der „Drupa Global Insights“ report, der Mitte Oktober 2014 in englischer Sprache erscheinen soll. Die "Executive Summary" soll in sieben Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Chinesisch) veröffentlicht werden.

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