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Laakirchen Papier AG steigt in den Verpackungsmarkt ein

Unternehmen baut auf zwei Standbeine: SC-Papier und Wellpappenrohpapier
 

Neuausrichtung: Künftig produziert der oberösterreichische Papierhersteller Laakirchen Papier neben SC-Papier auch Wellpappenrohpapier. (Bild: Lichtmeister.com/Laakirchen Papier)

Die Laakirchen Papier AG mit Sitz in Laakirchen (Oberösterreich), Tochterfirma der international agierenden Heinzel Group, wird das Unternehmen im Jahr 2017 komplett neu ausrichten. Grundlage dafür ist das im August 2016 beschlossene, 100 Millionen starke Investitionsprojekt zum Ausbau der Papierfabrik und der geplante Einstieg in die Produktion von Wellpappenrohpapier.

Mit dem im Herbst dieses Jahres geplanten Einstieg in den Verpackungsmarkt wird das Unternehmen künftig auf zwei Standbeinen stehen und sowohl SC-Papier mit Fokus auf den Druck von Zeitschriften und Werbematerialien für Handelsunternehmen sowie leichtgewichtiges Wellpappenrohpapier für Verpackungen produzieren.

Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens sei der Markt von hochglänzendem Magazinpapier für den Druck von Magazinen, Zeitungsbeilagen, Katalogen und Werbematerialien in Europa seit dem Jahr 2008 um 25 Prozent geschrumpft und die Preise im Fallen. Aufgrund des anhaltenden Trends zur Digitalisierung sei bei SC-Papier auch keine Trendwende absehbar. Der zunehmende Onlinehandel lasse aber den Markt für Verpackungspapier Jahr für Jahr um 2 bis 3 Prozent wachsen

„Entgegen der vorangehenden Jahre wuchs der SC-Markt im Jahr 2016 um 2,5 Prozent. Das ist erfreulich für unser Unternehmensergebnis, stellt aber keine Trendwende am Markt dar“, betont Mark Lunabba, CEO der Laakirchen Papier AG und erklärt weiter: „… derzeit sorgt der Handel mit seinen gedruckten Werbematerialien für eine konstante Nachfrage. Wir werden uns daher in Zukunft bei Magazinpapier noch mehr auf Papierqualitäten für den Handel spezialisieren. Damit sichern wir im SC-Bereich langfristig Marktposition.“

Die künftige Produktion von leichtgewichtigem Wellpappenrohpapier stellt für den oberösterreichischen Papierhersteller laut eigener Aussage einen Meilenstein in der knapp 150-jährigen Firmengeschichte dar. Aufgrund des hohen Grades an Wissenstransfer und der Kooperation innerhalb der Heinzel Group will Laakirchen Papier in kurzer Zeit als Marktplayer in den komplett neuen Markt eintreten. Eine diesbezügliche Produktions- und Entwicklungskompetenz für Wellpappenrohpapier werde Raubling Papier beisteuern. Heinzel Sales hingegen verfüge seit Jahren über Marktzugänge und mit Bunzl & Biach stehe dem Unternehmen ein kompetenter Partner für die Altpapierbeschaffung zur Seite.

Im Zuge des Investitionsprogrammes wird die bestehende Papiermaschine PM10 laut Laakirchen Papier auf die Produktion von leichtgewichtigem Wellpappenrohpapier auf Basis von Recyclingpapier umgebaut. Die Kapazität nach Vollausbau soll 450.000 Jahrestonnen betragen. Parallel zum Umbau der PM10 erfolgt ein Ausbau der Kapazität der PM11, auf der künftig das SC-Papiersortiment produziert wird. Durch einen zusätzlichen Kalander, der für mehr Glätte und Glanz sorgen soll, werde zudem die Papierqualität gesteigert. Künftig plant Laakirchen Papier insgesamt annähernd 800.000 Tonnen Papier produzieren.

Die Produktion von Wellpappenrohpapier soll im Herbst 2017 anlaufen. Für die Großinvestition seien bereits zwei Drittel der Verträge mit den Lieferanten und Partnern abgeschlossen. Aktuell wird gerade der neue Altpapierplatz am Firmengelände gebaut, so Laakirchen Papier.

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