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Leipa plant neue Maschine für Testliner und Wellenstoff

"Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich realistisch"
 
Leipa Schwedt

Das Leipa-Werk in Schwedt an der Oder (Luftaufnahme: Leipa)

Die Leipa Gruppe projektiert derzeit eine deutliche Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten für Wellpappenrohpapiere. Als Standort der Erweiterung wird der Unternehmenssitz in Schwedt geprüft. Die Planungen gehen von einem möglichen Betriebsstart im Geschäftsjahr 2016 aus.

„Die Investition in eine weitere Anlage für Wellpappenrohpapiere ist eine der möglichen Optionen, unsere bisherige Marktposition im Bereich der Verpackungspapiere weiter auszubauen. Die Leipa war äußerst erfolgreich mit der weltweiten Vermarktungsstrategie ihrer Produkte, sodass wir heute über die notwendigen Grundlagen verfügen, in zusätzliche Produktionskapazitäten zu investieren“, so der Holdinggeschäftsführer Peter Probst.

Die Leipa Gruppe sei bereit, einen dreistelligen Millionenbetrag für die Unternehmensentwicklung zur Verfügung zu stellen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Zielkapazität der projektierten Maschine liege bei rund 290.000 Tonnen pro Jahr. Das anvisierte Produktionsprogramm umfasst Wellenstoff und Testliner – weiß und/oder braun - im Flächengewichtsbereich von 80  bis 140 g/qm. Eine solche Anlage wäre eine Ergänzung zu den bestehenden Produktionsmöglichkeiten in Schwedt, wo derzeit gestrichene und ungestrichene Wellpappenrohpapiere von 120 bis 200 g/qm produziert werden.

Die Leipa Georg Leinfelder GmbH ist nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich der grafischen Papiere auf 100% Recyclingbasis. 2014 erwirtschaftete das Unternehmen mit 1.500 Mitarbeitern einen Gruppen-Umsatz von rd. 650 Mio. Euro. Die Leipa Firmengruppe produziert an den Standorten Schwedt und Schrobenhausen derzeit jährlich ca. 900.000 Tonnen graphische Papiere und Verpackungspapiere.

Zusätzliche Mengen an besseren Altpapiersorten nötig

Zur Firmengruppe gehören mit MAD und Leipa Logistik ein Recyclingspezialist bzw. Logistik-Dienstleister. MAD versorgt Leipa mit einem "hohen Anteil" des eingesetzten Altpapiers. Vorrangig über eigene Standorte sowie Ankauf- und Sammelstellen in den neuen Bundesländern und dem benachbarten osteuropäischen Ausland. Leipa weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich "die notwendige Investitionssicherheit für ein Projekt dieses Volumens erst über die aus diesem Netzwerk generierbaren Zusatzmengen der sich stetig verknappenden besseren Sorten" ergibt.
 

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