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M-Real: Investorensuche für einzelne Geschäftsfelder des Werkes Gohrsmühle

Mit Chromolux und einem Ausrüstungszentrum für Faltschachtelkartons soll der Betrieb fortgeführt werden
 

M-real hat angekündigt, für die Geschäftsfelder der offline maschinengestrichenen Kunstdruckpapiere, Etikettenpapiere, Papiere für flexible Verpackungen und Digitaldruckpapiere am Werk Gohrsmühle Investoren bzw. Partner zu suchen. Verläuft die Suche erfolglos, würden die Geschäftsfelder eingestellt werden.

In der Diskussion um die Restrukturierung des Werkes Gohrsmühle haben sich der Betriebsrat von M-Real und die Unternehmensführung auf das weitere Vorgehen geeinigt und einen Interessenausgleich und Sozialplan verabschiedet. So sollen die Geschäftsfelder der offline maschinengestrichenen Kunstdruckpapiere, Etikettenpapiere, Papiere für flexible Verpackungen und Digitaldruckpapiere eingestellt werden, da sie verlustbringend sind und sich nicht profitabel fortführen ließen. Ziel sei es nun, möglichst bis zum 15. März einen Kaufinteressenten bwz. Partner zu finden.

„Diese Geschäftsfelder können insbesondere für Nischenanbieter interessant sein, weil sie mit anderen Kostenstrukturen arbeiten“, erklärt Heikki Husso, Geschäftsführer der M-Real Zanders GmbH. Innerhalb von M-Real seien die Geschäftsfelder jedoch nicht aufrecht zu erhalten und würden eingestellt, falls die Investorensuche erfolglos verlaufen sollte. 

Bereits im Oktober des vergangenen Jahres hatte M-Real angekündigt, verlustreiche Geschäftsfelder einstellen zu wollen. Der Papierhersteller plane, vor allem mit seinen Produkten der Marke Chromolux und einem Ausrüstungszentrum für Faltschachtelkartons das Unternehmen in Bergisch Gladbach erfolgreich weiterzuführen. Hierzu habe es in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche zwischen dem Unternehmen und den Mitarbeitervertretern gegeben, mit dem Ziel, den Standort Gohrsmühle zukunftsfähig zu machen. Für die verbleibenden Bereiche sollen rund 435 Arbeitsplätze erhalten bleiben. 

Business-Park-Konzept soll Investoren anlocken

Unter Beteiligung der Stadt und des Landes sollen sich die Arbeitnehmervertreter und das Unternehmen einig darüber gewesen sein, dass ein für Investoren und ansiedlungswillige Unternehmen attraktives Business-Park-Konzept Möglichkeiten für neue Arbeitsplätze schaffe oder Arbeitsplätze erhalten könne. Ein erfolgreiches Modell hierfür stelle zum Beispiel Düren dar, wo M-real Unternehmensteile ausgliedern und an unterschiedliche Unternehmen verkaufen konnte, wodurch rund 200 Arbeitsplätze erhalten blieben. 

„Die eigene Energieversorgung, interessante Geschäftsfelder mit angestammten Märkten, das Logistikzentrum, die Papiermaschinen- und die Ausrüstungskapazität" sowie die qualifizierte Arbeitskräfte sind nach Aussage von Huso die Vorzüge des Business-Parks in Bergisch Gladbach und damit attraktiv für mögliche Investoren. 

Für die Vorauswahl von Investoren und Investorenanfragen haben der Betriebsrat und die Unternehmensführung einen Steuerungsausschuss gegründet, der die Angebote bezüglich des Business-Park-Konzepts filtern und dann in den M-Real-M&A-Prozess einbringen soll. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass M-Real realistische Angebote möglichst schnelle bearbeiten kann. 

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